Archive | Mai, 2012

Serve the City – Gemeinwesen aufhimmeln

Posted on 25 Mai 2012 by Helge Seekamp

Die Idee ist ganz einfach…

Viele Menschen in unserer Stadt wollen gerne etwas Gutes tun und anderen helfen. Sie wissen aber nicht, wo sie anfangen könnten.Deswegen bleibt es häufig nur bei einem Wunsch. ServeTheCity-Bremen möchte Gelegenheiten schaffen, damit aus diesem Wunsch ein konkretes Engagement wird.

 

 

Dabei geht es nicht um eine langfristige Verpflichtung oder um hochspezialisierte Arbeit. Vielmehr bilden sich generationsübergreifende Teams für einfache und überschaubare Kurzzeitprojekte, um vorrangig bestehende soziale Initiativen in ihrer wertvollen Arbeit zu unterstützen.

Durch das „gemeinsame Tun“ entstehen Beziehungsbrücken zwischen freiwilligen Helfern, Vertretern sozialer Initiativen und Menschen in persönlichen Notsituationen oder am Rande der Gesellschaft. Auf diesem Wege werden soziale Barrieren abgebaut und der Blick für die Stadt geweitet.

Es ist unser Wunsch, dass keine der Aktionen mit einem „Oben-unten“-Gefälle durchgeführt wird, sondern alles Engagement von einer Atmosphäre des Respekts, der Kooperation und des gegenseitigen Austausches und Lernens geprägt ist.

Gesichter von Savethecity

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Kirchliche Zusammenarbeit über die Wolke, USA iPadland ist am vordenken

Posted on 23 Mai 2012 by Helge Seekamp

Proclaim – Verkündigen – als multimediales Ereignis benötigt dann auch die entsprechenden Werkzeuge.

Dabei geht es nicht nur um Powerpoints für Predigten, sondern auch um

  • Liedertexte präsentieren
  • Bibelstellen aufschlagen
  • Ankündigungen visualisieren
  • Gelder für die Kollekte sofort per Paypal überweisen
  • Termine in den eigenen Kalender übernehmen
  • Präsentation vom iPhone aus steuern
  • Kinderbetrauungsmitarbeitende über das Ende des Gottesdienstes informieren

Also eine wirklich hilfreiche Featureliste, vielleicht noch mehr? Staunt selbst.

Für wen ist das? Laut attraktivem Video in Apple-Style sind die Kunden eine Art Popkultur-Kirche, bzw. Jugendkirche? Also für eine gottesdienstliche Versammlung mit guter Bühnenshow sehr zu empfehlen. Aber auch Konferenzen sollten sich mit diesem TOOL wirklich besser und vor allem in Teamarbeit vorbereiten lassen.

Wahrscheinlich benötigt man nur Internet, um es auch auf der Bühne zu nutzen? Das werde ich noch herausfinden.

Features für Beteiligungskirche und emergente Settings, die mir noch einfallen:

  • Einbindung von Zuhörer-Kommentaren während der PREDIGT, VORTRAG, die als Stichwortwolke sichtbar wächst, je nachdem, welches Schlüsselwort häufig gepostet wird.
  • Abstimmungstools, die sofort Meinungsbilder sichtbar machen zu klar gestellten Fragen
  • Eine Art LIVE-CHAT während des INPUTS oder danach in Kleingruppen, um Ergebnisse sofort zu präsentieren
  • und und und

Wo geht der TREND in Deutschland hin? Haben wir keine Verwendung für solche Ideen? Ist die Kultur schon dafür da? Oder werden wir jemals eine solche Kirchenkultur entwickeln wollen? Und wenn dann, wer genau, wie viele? Wer von euch würde da mitmachen? Oder welche Features wünscht ihr euch?

/Danke Norby übrigens für diesen interessanten Hinweis.

Here’s Proclaim in a nutshell.

  • It’s the only cloud-based church presentation software—your whole team can build sharp-looking presentations throughout the week from any Mac or PC.
  • It’s the only presentation software that connects PowerPoint, Logos Bible Software, CCLI SongSelect, Graceway Media, and Planning Center to your presentation.
  • It’s the only presentation software that lets you send signals to mobile devices in the congregation—Bible verses, event invitations, or requests for donations.
  • It’s super simple—easy to learn and easy to use.

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Mission mal völlig anders gesehen – lass dich einladen und bleib da.

Posted on 14 Mai 2012 by Helge Seekamp

Eine wirklich innovative Auslegung, eine bahnbrechende Variante, Lukas 10 – die Aussendung der Jünger – zu interpretieren. Was mich hier besonders faziniert, ist die Beobachtung, dass jahrhundertealte Auslegungstraditionen den Blick für das Naheliegende verstellt. Wahrscheinlich war aber schon der Originalkontext ziemlich früh verloren gegangen, so dass eine „allegorische Auslegung“ als beste erschien. Natürlich gibt es weiterhin die andere Perspektive, die klassische Auslegung als reele Möglichkeit. Aber so wird die Multiperspektivität für alle zum Segen.

  • Ein Auftrag zur ganz normalen Feldarbeit (die auch Verdienst abwirft), jetzt wird auch das GEBETSAUFTRAG JESU klar.
  • Die Einordnung in die vorhandenen sozialen Strukturen (Großgrundbesitzer, Saisonarbeiter)
  • Unser Dienst am Gemeinwohl (hier Versorgung mit Lebensmitteln) durch Gemeinwesenarbeit.
  • Auf diese Weise kann jeder/r als PERSON Zeichen für das Reich Gottes sein oder setzen…
Aber hört euch den Originalton von Jens Stangenberg an:
Hier die Präsentation vom PREZI-Präsentationswunder.

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Piratenerfolge (nicht nur in NRW) mal so erklärt

Posted on 14 Mai 2012 by Helge Seekamp

Warum die Piraten in die Landtage (z.B: NRW gestern) gewählt werden und welche Gefahr der Kirche gleichermaßen droht, wenn sie die Alltagskomminikation nicht beherrscht… Denn Kirche ist Kommunikation (so würde ich es mal beschreiben!),

erzählt uns  Sascha LOBO in seinem Artikel bei Spiegel-online hier. Sascha Lobo auf Twitter

Ich zitiere hier eine Passage aus seinem Artikel:

 Clay Shirky beschrieb im Jahr 2010 einen grundsätzlichen Fehler der Debatte über Internet und Politik: Die Bedeutung des Zugangs zu Informationen werde überschätzt, die des Zugangs zu Menschen werde unterschätzt. Das war auf soziale Netzwerke in undemokratischen Staaten gemünzt. Es passt aber auch auf den Umgang der deutschen Parteien mit dem Netz. Denn das Internet verheißt eine nie gekannte, digitale Nähe zwischen allen und jedem. Eine Generation, die Britney Spears antwittern kann oder mit Coca Cola chatten, erwartet diese Nähe auch von der Politik.
Wenn das der Schlüssel ist, dann bedeutet das für andere Institutionen wie z.B. KIRCHE auch entscheidendes:
Die Nähe zu Menschen ist der Schlüssel. Darum geht es in Kirche vordergründig ja schon immer. Aber nur vordergründig.
Nähe nach dieser Definition (es gibt auch die intime Nähe von 2 Personen) ist eine „öffentliche Nähe“ als wechselseitige Kommunikation (keine Verlautbarung von vorne ohne Reaktionsmöglichkeit).
Damit diese Art der Kommunikation entsteht, benötigt es Formen der Beteiligung, so dass Antworten und Reaktionen von allen gegeben und von allen kommentiert werden können.
Umgekehrt ist bei der Piratenpartei die digitale Nähe zum Bürger, jedenfalls zum vernetzten Bürger, die Regel. Der Erfolg der Piraten beruht weniger auf dem Internet, sondern viel mehr darauf, was man mit dem Internet machen kann: direkte Verbindungen herstellen.
Kriterien für solche Kommunikationsstile sind diese:
  • Authentizität (gg. Worthülsen): Der oft gehörte Vorwurf der Unprofessionalität der Piraten bezieht sich auf Antworten wie: „Davon habe ich keine Ahnung, aber ich werde mich einarbeiten.“ Dieser Satz ist in einem Alltagsgespräch das Ehrlichste und Konstruktivste, was man in der entsprechenden Situation sagen kann.
  • Wahrheit/Ehrlichkeit: Aber in einer Zeit, in der sich sämtliche Wahlergebnisse seit Christi Geburt in Sekunden recherchieren und in den richtigen Kontext setzen lassen, ist nach einer verlorenen Wahl eine Behauptung wie „Eigentlich haben wir gewonnen!“ fatal. 
  • Alltagssprache nutzen: Und das heißt, sich ohne Anbiederung auf die Sprache des Internets einzulassen – die entgegen des kulturkritischen Vorurteils ungefähr der Sprache des normalen Alltags entspricht.
  • Kirche ist ein andauerndes Gespräch: David Weinberger mit dem heute noch immer wegweisenden Cluetrain-Manifest gegen die künstliche Kommunikationskultur der Unternehmen. Die erste These lautet: „Märkte sind Gespräche.“ 

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Über mich

Helge Seekamp ist mit 50% als Pfarrer in der ev.-ref. Kirchengemeinde St. Pauli (Lemgo) angestellt, mit weiteren 50% wirkt er als Geschäftsführer von http://www.endlich-leben.net seit 1994 (Gründungsmitglied) bei der Entstehung eines diakonischen Selbsthilfenetzwerks mit. Ehrenamtlich entwickelt er als Vorsitzender von ACC-Deutschland (Association of Christian Counsellors in Deutschland) www.acc-dachverband.de die Qualitätssicherung von BeraterInnen im Kontext der Deutschen Gesellschaft für Beratung weiter. Meine wissenschaftlichen Texte finden sich im Research-Network: Follow me on ResearchGate

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