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Die emergente Bewegung von Christen, die im 21. Jahrhunder kulturgemäß oder auch bewußt konterkulturell leben wollen, hatte im Herbst 2010 ihre Jahrestagung.

Die folgenden Themenräume sind bleibende Aufträge für das spannungsvolle Miteinander:

Fromm oder politisch?

Wir suchen einen Weg, der über den Gegensatz von Konzentration auf das Seelenheil und Engagement für das Gemeinwohl hinausgeht.

Mächtige Leitung oder individualisierte Nachfolge?

Wir suchen einen Weg zu einer positiven Führungskultur, die das Potenzial von Gruppen und Einzelnen aufweckt und unterstützende Strukturen hilfreich gestaltet.

Alles neu oder alle dabei?

Wir suchen einen Weg, mutig voran zu gehen und doch unterschiedliche Geschwindigkeiten zuzulassen.

Gott – unnahbar oder intim?

Wir suchen einen Weg, mit Gott im persönlichen Kontakt zu leben, und dabei seine Fremdheit und Andersartigkeit zu respektieren.

Heilige Schrift oder gewachsenes Buch?

Wir suchen einen Weg, die Bibel zu lesen, und dabei sowohl ihren Offenbarungscharakter als auch die redaktionelle Entstehung zu würdigen?

Aufsatz oder Diktat?

Wir suchen einen Weg im Umgang mit den Möglichkeiten unterschiedlicher Lebensgestaltung, der sowohl die Eigenverantwortlichkeit betont, dabei jedoch nicht beliebig wird.

Schreibt mir, ob ihr Ideen dazu habt? Was gibt es im Netz dazu schon?

 

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Gemeinde 2.0: Plenum 5 – Michael Herbst from ejw on Vimeo.

Auf der großen Konferenz Gemeinde 2.0, veranstaltet vom EKD Zentrum „Mission in der Region“ – Evangelisches Jugendwerk in Württemberg – Evangelischer Kirchenbezirk Bernhausen – Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung (IEEG), Greifswald, geht es um die Zukunft der Kirche. Mit 900 Teilnehmern ist die Konferenz für Gemeinde-Innovation gerade frisch zu Ende gegangen.

Dabei kann die Deutsche Landeskirche eine Menge von der anglikanischen Kirche in England lernen, die selbst durch eine Krise gegangen ist, die aufgrund wirtschaftlicher und spiritueller Hintergründe der deutschen Situation um Jahre voraus ist. Erstaunliche und mutmachende Entwicklungen lassen von einer Kirche 2.0 träumen.


Wer rastet, der rostet”, heißt es im Volksmund. In der missionarischen Gemeindeentwicklung gilt Ähnliches: Ansätze, die gestern noch “neu” und herausfordernd waren, sind heute u.U. schon nicht mehr geeignet, Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Zugleich gibt es Uraltes, das nie aufhörte zu wirken. In einer Welt, die sich fortwährend ändert, ist es jedenfalls wichtig, das eine vom anderen zu unterscheiden und nach den Wegen zu suchen, die heute helfen, Gemeinden in der Mission Gottes zu stärken und zu fördern. Von der Anglikanischen Kirche können wir dabei viel lernen: Mut zu Neuem, Bewahren der Fundamente, Humor, Experimentierfreude, Klarheit und Weite – und ein ansteckend fröhliches Kirchen-Wesen.
Prof. Dr. Michael Herbst
Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung (IEEG)

Michael Herbst nennt 5 Kriterien für eine “fresh-expression of church”:

  1. Die Gemeinde muss eine klare missionarische Ausrichtung haben, nicht der Hort einer speziellen Frömmigkeit sein (die unter sich bleiben möchte).
  2. Erkennbare Leitung, die nach innen führt und nach außen rechenschaftsfähig! (Nicht in die “heilige Trinität der Kirche” pressen: Pfarramt, Kirchgebäude, agendarischer Gottesdienst).
  3. Die Aussicht auf Dauer gewähren (für eine gewisse Zeit verlässlich tun können, was sie sich zu tun vorgenommen hat).
  4. Einen erheblichen Teil dessen, was sie tut selbst finanzieren können oder Zugang zu verlässlichen und verantwortbaren Ressourcen haben.
  5. Erkennbar die Marke “evangelisch” vertreten (an ihrer Bindung an das Evangelium, Bekenntnis und Loyalität zur Kirche keinen Zweifel lassen). Den Rest des Eintrages lesen »
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Es ist ja auch sehr innovativ,

passend in das 21. Jahrhundert zumindest, was der Dichter Rainer Maria Rilke einmal folgendermaßen zusammenfasste:

Und ich möchte dich so gut ich kann,

bitten Geduld zu haben gegen

alles Ungelöste in deinem Herzen

und zu versuchen,

die Fragen selbst lieb zu haben,

wie verschlossene Stuben und wie Bücher,

die in einer anderen Sprache geschrieben sind.

Forsche jetzt nicht nach den Antworten, die dir nicht gegeben werden können,

weil du sie nicht leben könntest.

Und es handelt sich darum, alles zu leben.

Lebe jetzt die Fragen.

Vielleicht lebst du dann allmählich, eines Tages, ohne es zu merken

in die Antworten hinein.

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Ja, wie cool ist das denn? Diese Entdeckung ist für mich als “Innovations-Sucher” sehr anregend (ich werde es noch ausprobieren:-). Aber, was das Teil kann, scheint mir schon verheißungsvoll:

Endlich ein Web 2.0 Erfinder-Tool: yutongo. (beta)

Erfinden gemeinsam gestalten

Aus dem Erfinderprozess Schritt 2

Diese Features scheinen mir vielversprechend zu sein:

Ich stelle mir vor, dass wir im Team damit kreative Lösungen auch für “geistige” Erfindungen besser gemeinsam erarbeiten könnten…

Wie wären diese Anwendungsbeispiele?

  • Für Creative-Lösungen-Seminare (im Seminar und später zu Hause geht es weiter…)
  • für Volxkirche (Wir erfinden die Kirche der Beteiligung neu)
  • für “Was machen wir mit der Lüerdisser Kirche” (Bessere Nutzung eines Kirchengebäudes (mit bis zu 50 Personen aus dem Dorf?)
  • für emergenete Kirche überhaupt (Erfindet gemeinsam mit eurer Zielgruppe die Veranstaltungen, das Leben, die Methoden, die euch weiterbringen).
  • Es gibt sogar eine Variante für das “Unternehmen”, die intern verwendet werden kann (Passwortgeschützt). Über die Konditionen weiß ich nichts (auf Anfrage, es ist im frühen Betastadium).

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Wie kann eine Kirche heute virtuell die Gemeinschaft ihrer Mitglieder fördern? Wir suchen zur Zeit händeringend nach einer Lösung, die für Gemeindemitglieder angemessen ist und die neuen Techniken des Internet nutzt. Jetzt bin ich aber super gespannt, was da kommt…

Das “Projekt Table” ist eine neue Idee einer social Community, die konkret auf die Bedürfnisse von christlichen Gemeinden zugeschnitten ist…

Der Videofilm zum Projekt

tableproject

We began dreaming. What would have the power to help a church community feel like family, as they did in the early church? What could help us all meet, pray and serve with one another more frequently? We didn’t care about the means to get there but it was unanimous that this was our mission.

The answer to our question was quickly evolving right before our eyes as MySpace, Facebook and Twitter began to pick up speed. We saw people connecting and mobilizing around social good. What if we harnessed the power of social media for the local church? Could we help revolutionize the way those churches interact, mobilize and connect? The answers to these questions led to another question: do these churches want it? Den Rest des Eintrages lesen »

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Eine interessante Zukunftsansage, die uns blüht… (Hier runterladen: Google Wave und das Web 3.0 — hasecke.com, Solingen (NRW))

Das Wesentliche von Wave ist vielleicht, dass mit dem Blip endlich die kleinste mögliche Informationseinheit im Internet gefunden wurde. Damit wird eine Atomisierung der Kommunikation möglich, die bisher nicht vorstellbar war. Alle Blips bewegen sich nämlich in einem Ort ohne Zentrum. Was im Twitterversum in Kurzform möglich ist, die technologische Egalisierung aller Kommunikationsteilnehmer, kann mit Wave auf das gesamte Web ausgedehnt werden. Die Verortung von Information in einer Domain, durch die die Metapher der Zeitschrift oder des Lexikons und die damit verbundenen Herrschaftsstrukturen (Redaktion, Herausgeber, Verleger) ins elektronische Kommunikationszeitalter hinübergerettet wurden, wird durch Wave beendet. Der Kommunikationsraum Wave ist ein anonymes Kontinuum ohne Zentrum.

Für die Abstimmungsprozesse der Zukunft wird es alles flüssiger und beteiligter werden. Damit wird die Basisdemokratie weiter gestärkt, die Möglichkeiten der Beteiligung weiter entwickelt und so gemeinsam gehandelt:

Der Schritt weiter zu Liquid Feedback, ist vielleicht technisch gar nicht einmal so groß, denn fehlende Funktionen lassen sich bekanntlich durch Roboter oder Erweiterungen jederzeit in Wave implementieren. Da es für basisdemokratische Konzepte wie Liquid Feedback und Liquid Democracy wesentlich ist, dass die technischen Einstiegshürden so niedrig wie möglich sind, bietet die Nutzung eines universellen Werkzeugs einige entscheidende Vorteile. Die Teilnehmer einer Den Rest des Eintrages lesen »

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Arbeite mit wem, wann und wo du willst. Dieser Satz beschreibt am besten, wohin sich die Kreativ- und Wissensarbeit bewegt. Auf welche Veränderungen in der Arbeitswelt müssen Unternehmen sich vorbereiten? Darüber spricht Andreas Neef in unserem Video-Interview.

Studie: Ultima Office. Bürovisionen

Im Auftrag der Kölnmesse befragte Z_punkt rund 2.200 Besucher der führenden Messe für Büro- und Objektgestaltung Orgatec, was Büronutzer und Entscheider von zukünftigen Arbeitswelten erwarten und in welchen Arbeitsumgebungen sie tatsächlich arbeiten wollen. Die Studie “Ultima Office. Bürovisionen” fasst die Ergebnisse des Projekts zusammen und zeigt die wichtigsten Innovationsfelder für die Bürobranche auf.

Konzipiert als bislang größter kollektiver Think Tank zum “Büro der Zukunft” steht das Projekt exemplarisch für einen offenen Zukunftsdialog mit Stakeholdern, um frühzeitig Innovationsimpulse für Branchen und Unternehmen zu identifizieren.

Weitere Informationen

Im Download hier auf dieser Seite finden Sie Hintergrundinformationen zur “Zukunft der Arbeit” sowie dem Projekt “Ultima Office”.

Ihr Ansprechpartner für Trends und Szenarien unserer Arbeitsgesellschaft ist Andreas Neef, Tel.: 0221/355 534-11.

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Der in seiner Schlichtheit und Possibilisten-Haltung motivierende norwegische Professor Hans Rosling in einem seiner 6 (dem neusten) TED-Talks:

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In seinem Konzern SEMCO hat Ricardo Semmler 25 Jahr vorgelebt wie er sich Arbeit mit menschlicher Würde, Spassfaktor und Erfolg vorstellt.

In diesem Vortrag hört man die Essenz seines Ansatzes:

About the Lecture an der berühmten MIT Business-Hochschule in Massechusetts…

If successful business depends on innovation, wonders Ricardo Semler, why are automobiles made essentially the same way today as they were in Ford’s first assembly line 100 years ago? Parallel parking is one of “ the stupidest things we do,” says Semler, “If we had a day, could we not by tomorrow afternoon figure out a way to make a car” that handles better in this common situation — or, on a grander scale, escape from the “silly concept” of oil dependent transportation altogether? The problem, Semler figures, is that there’s “something fundamental about organizations and … leadership that makes it almost impossible for people inside a business to change their own industry.” Industries are based on “formats that are basically legacies of military hierarchies,” says Semler, which neglect or deny the power of human intuition and democratic participation. In Semler’s own firm, there are no five-year business plans (which he views as wishful thinking), but rather “a rolling rationale about numbers.” A project takes off only if a critical mass of employees decides to get involved. Staff determine when they need a leader, and then choose their own bosses in a process akin to courtship, says Semler, resulting in a corporate turnover rate of 2% over 25 years. “We’ll send our sons anywhere in the world to die for democracy,” says Semler, but don’t seem to apply the concept to the workplace. This is a tragic error, because “people on their own developing their own solutions will develop something different.

Lies auch das Exzerpt seines letzten Buches: Das 7-Tage-Wochenende

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Nun geht es in eine neue Runde,

das Projekt von 2008 ist relativ still, aber geht doch weiter… Hier ein bewegendes Beispiel per Video:

Web: La Sierra from Web on Vimeo.

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