Monika Deitenbeck-Goseberg sieht vielleicht nicht aus wie eine Pfarrerin, aber sie ist es mit Herz, Seele und Verstand. Mit dem Christlichen Medienmagazin pro sprach sie über ihren ereignisreichen Alltag, Jesus, der nicht “die Kirsche auf dem Kuchen” sein sollte, und ihre Herzensangelegenheit, den Obdachlosenfreundeskreis. (aus PRO)
Schon ihr Vater war in Lüdenscheid ein Urgestein eines Originals: Paul Deitenbeck
Dass wir dazu auf dieser Erde sind, dass es durch unser Dasein anderen um uns herum leichter wird, zu leben, zu lieben, zu leiden, zu glauben. Das ist der Sinn unseres Lebens. (Deitenbeck)
Durch Menschen, die wie Monika angstfrei allen Menschen begegnen – auch dem FREMDEN – wird die Liebe Jesu glaubwürdig. Danke für den Einblick in dein Leben, Monika!
“Lass die Leute reden” – wenn das nur immer so leicht wäre. Viel zu oft lassen wir uns im Alltag und in unseren Entscheidungen doch von der Meinung anderer leiten. “Was die Nachbarn wohl denken?” und “Was die Kollegen wohl meinen?” Der nächste “Irgendwie anders”-Gottesdienst am Sonntag, den 9. Oktober um 11 Uhr möchte mit dem Titelthema “Lass die Leute reden” Mut zur Freiheit machen. Wir brauchen Mut, die Leute reden zu lassen. Wir brauchen Mut, selbständig Entscheidungen zu treffen. Wir brauchen Mut zu unserem eigenen Stil und Wesen zu finden und zu stehen. Wir brauchen Mut in dieser Welt. Jeden Tag. Der Gottesdienst beginnt um 11 Uhr. Bereits ab 10 Uhr wird unter der Empore in der Kirche zu einem Frühstücksbuffet eingeladen. Und wer mutig genug ist, erscheint zu diesem Gottesdienst im Pyjama. Schließlich heißt es: Lass die Leute reden! Mehr gibt es hier…
Der zu frühe und plötzliche Tod von Steve Jobs (56 Jahre alt) berührt mich sehr, zumal ich in einem ähnlichen Alter bin wie er:-). Aber noch viel mehr geht es mir nahe, weil er in einer unnachahmlichen Weise für Innovationen steht, nicht umsonst sprach er immer wieder von “Revolution”(a revolutionary new product). So hat er nicht nur den Umgang mit dem Computer (grafische Nutzeroberfläche), sondern auch mit Musik-Konsum (iPod), dem Internet (iPad, iPhone) und dem Telefon revolutioniert. Die Folge-Wirkungen sind noch gar nicht auszudenken. Allein die Bereitstellung Videoproduktion und Videoschnitt für den Massenmarkt im TELEFON (Smartphone) stellt eine Revolution der Kommunikation im digitalen Zeitalter dar.
Nach dem Tod von Steve Jobs entwickelt die Weltpresse unwahrscheinlich viele Versuche, wie Bedeutung dieses Mannes zu verstehen, seine Leistung zu würdigen und auf diese Weise dem Phänomen Apple auf die Spur zu kommen. Einer der Bürger, die mich nachhaltig geprägt haben, ist GARR REYNOLDS.
seit Jahren begleitet er die Präsentation von Steve Jobs auf seinem Block, kommentiert und interpretiert deren Konstruktionen, Aufmachung und Wirkung. Sein Ziel ist es, von Steve Jobs Präsentation viel zu lernen, um selbst überzeugend kommunizieren zu können. Mit einem Beitrag, in dem Steve Jobs einen Einblick in seine Philosophie vor den engsten Mitarbeitern auf der Apple Campus bietet, wird deutlich: entscheidend ist, ob du den Schlüsselwert (core value) deiner Organisationen kennst und ihm so vermittelt das durchgehend und konsistent, dass die Menschen bei allen unterschiedlichen Produkten, geht auf den Markt bringt, immer wieder diesen Schlüssel begegnen und nicht drumherum kommen.
Rob Bell im Interview: “Gemeinde muss sich ständig verändern”
Jesus.de interviewt exklusiv Pastor und Buchautor Rob Bell, bekannt durch seine Nooma-Filme (und den Aufruhr, den sein neustes Buch Love wins gerade in den USA macht), spricht im Jesus.de-Interview…
…über wilden Glauben, der frei ist von Angst…
…über die wichtige Fähigkeit von Gemeinden, sich immer wieder neu zu erfinden…
Kirche muss immer in Bewegung bleiben (liquid). Junge Leute wollen nicht in einem festgefahrenen Laden sein, sie wollen neue Dinge erfinden. Jede Generation muss das Evangelium neu enkulturieren. Was haben wir (angesichts unserer 2000jährigen Tradition) vielleicht verloren?
…über zu viele Kelche beim letzten Abendmahl…
…und darüber, wie Menschen das Evangelium wiederentdecken, die bezüglich Gott schon völlig dicht gemacht hatten.
Mit seinem Essay über das Glaubensverständnis als transformatives Geschehen im Neuen Testament räumt Wright auf mit allen Vorstellungen, die den Glauben auf einer rein ideologischen Ebene lokalisieren. Er fokussiert sich auf die Charakterveränerung als notwendige Folge des Glaubens.
Spannend erscheint mir, wieso sich dieses Glaubens-Verständnis zur Zeit in der evangelischen Tradition erst langsam wieder Gehör verschafft (reformierte Christen hatte schon immer die “Heiligung” als Lebensaufgabe verstanden).
Meine Vermutung: Ich glaube, dass es zeitgeistgemäß ist und darum eine angemessene Enkulturation des Evangeliums, die heute wieder neu wahrgenommen wird. Hier nun meine Begründung: Den Rest des Eintrages lesen »
Die emergente Bewegung von Christen, die im 21. Jahrhunder kulturgemäß oder auch bewußt konterkulturell leben wollen, hatte im Herbst 2010 ihre Jahrestagung.
Die folgenden Themenräume sind bleibende Aufträge für das spannungsvolle Miteinander:
Fromm oder politisch?
Wir suchen einen Weg, der über den Gegensatz von Konzentration auf das Seelenheil und Engagement für das Gemeinwohl hinausgeht.
Mächtige Leitung oder individualisierte Nachfolge?
Wir suchen einen Weg zu einer positiven Führungskultur, die das Potenzial von Gruppen und Einzelnen aufweckt und unterstützende Strukturen hilfreich gestaltet.
Alles neu oder alle dabei?
Wir suchen einen Weg, mutig voran zu gehen und doch unterschiedliche Geschwindigkeiten zuzulassen.
Gott – unnahbar oder intim?
Wir suchen einen Weg, mit Gott im persönlichen Kontakt zu leben, und dabei seine Fremdheit und Andersartigkeit zu respektieren.
Heilige Schrift oder gewachsenes Buch?
Wir suchen einen Weg, die Bibel zu lesen, und dabei sowohl ihren Offenbarungscharakter als auch die redaktionelle Entstehung zu würdigen?
Aufsatz oder Diktat?
Wir suchen einen Weg im Umgang mit den Möglichkeiten unterschiedlicher Lebensgestaltung, der sowohl die Eigenverantwortlichkeit betont, dabei jedoch nicht beliebig wird.
Schreibt mir, ob ihr Ideen dazu habt? Was gibt es im Netz dazu schon?
Auf der großen Konferenz Gemeinde 2.0, veranstaltet vom EKD Zentrum „Mission in der Region“ – Evangelisches Jugendwerk in Württemberg – Evangelischer Kirchenbezirk Bernhausen – Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung (IEEG), Greifswald, geht es um die Zukunft der Kirche. Mit 900 Teilnehmern ist die Konferenz für Gemeinde-Innovation gerade frisch zu Ende gegangen.
Dabei kann die Deutsche Landeskirche eine Menge von der anglikanischen Kirche in England lernen, die selbst durch eine Krise gegangen ist, die aufgrund wirtschaftlicher und spiritueller Hintergründe der deutschen Situation um Jahre voraus ist. Erstaunliche und mutmachende Entwicklungen lassen von einer Kirche 2.0 träumen.
Wer rastet, der rostet”, heißt es im Volksmund. In der missionarischen Gemeindeentwicklung gilt Ähnliches: Ansätze, die gestern noch “neu” und herausfordernd waren, sind heute u.U. schon nicht mehr geeignet, Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Zugleich gibt es Uraltes, das nie aufhörte zu wirken. In einer Welt, die sich fortwährend ändert, ist es jedenfalls wichtig, das eine vom anderen zu unterscheiden und nach den Wegen zu suchen, die heute helfen, Gemeinden in der Mission Gottes zu stärken und zu fördern. Von der Anglikanischen Kirche können wir dabei viel lernen: Mut zu Neuem, Bewahren der Fundamente, Humor, Experimentierfreude, Klarheit und Weite – und ein ansteckend fröhliches Kirchen-Wesen.
Prof. Dr. Michael Herbst Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung (IEEG)
Michael Herbst nennt 5 Kriterien für eine “fresh-expression of church”:
Die Gemeinde muss eine klare missionarische Ausrichtung haben, nicht der Hort einer speziellen Frömmigkeit sein (die unter sich bleiben möchte).
Erkennbare Leitung, die nach innen führt und nach außen rechenschaftsfähig! (Nicht in die “heilige Trinität der Kirche” pressen: Pfarramt, Kirchgebäude, agendarischer Gottesdienst).
Die Aussicht auf Dauer gewähren (für eine gewisse Zeit verlässlich tun können, was sie sich zu tun vorgenommen hat).
Einen erheblichen Teil dessen, was sie tut selbst finanzieren können oder Zugang zu verlässlichen und verantwortbaren Ressourcen haben.
Erkennbar die Marke “evangelisch” vertreten (an ihrer Bindung an das Evangelium, Bekenntnis und Loyalität zur Kirche keinen Zweifel lassen). Den Rest des Eintrages lesen »
Ja, wie cool ist das denn? Diese Entdeckung ist für mich als “Innovations-Sucher” sehr anregend (ich werde es noch ausprobieren:-). Aber, was das Teil kann, scheint mir schon verheißungsvoll:
Diese Features scheinen mir vielversprechend zu sein:
Ich stelle mir vor, dass wir im Team damit kreative Lösungen auch für “geistige” Erfindungen besser gemeinsam erarbeiten könnten…
Wie wären diese Anwendungsbeispiele?
Für Creative-Lösungen-Seminare (im Seminar und später zu Hause geht es weiter…)
für Volxkirche (Wir erfinden die Kirche der Beteiligung neu)
für “Was machen wir mit der Lüerdisser Kirche” (Bessere Nutzung eines Kirchengebäudes (mit bis zu 50 Personen aus dem Dorf?)
für emergenete Kirche überhaupt (Erfindet gemeinsam mit eurer Zielgruppe die Veranstaltungen, das Leben, die Methoden, die euch weiterbringen).
Es gibt sogar eine Variante für das “Unternehmen”, die intern verwendet werden kann (Passwortgeschützt). Über die Konditionen weiß ich nichts (auf Anfrage, es ist im frühen Betastadium).
Ich habe besonders durch Haques Texten in den letzten Monaten viel über diese Thematik nachgedacht. Angestachelt von dem Gespräch mit Tapscott dachte ich die letzte Zeit noch stärker darüber nach.
Letztlich kam ich zu dem Schluss, dass Tapscott die richtige Beobachtung macht, aber die falschen Schlüsse daraus zieht. Kleine Unternehmen können bereits heute im Internet sehr viel mehr bewegen als es jemals möglich war. Trotzdem gibt es große Unternehmen, die eher wachsen als eingehen. Google und Amazon etwa. Auch Facebook wächst. Warum?
Ich denke, die Entwicklung direkt im Netz stattfindender und vom Internet betroffener Branchen geht für einen Großteil der Unternehmen in die folgende Richtung. Es werden sich 2 Arten von Unternehmen herausbilden, die weite Teile der Internetwirtschaft massgeblich bestimmen werden:
Zentren: Unternehmen, die über angebotene Plattformen und APIs als Infrastrukturanbieter für die Geschäfte und Tätigkeiten von anderen Unternehmen dienen
Satelliten: die ihre Geschäfte auf diesen Zentren aufbauen
Mich interessieren vor allem neue Erfindungen im spirituell-sozialen sowie im politischen Raum oder ganz handfest in Technik und Wissenschaft. Dabei blicke ich natürlich als Pfarrer und Theologe auch auf die Effekte für Christen, Religion und Gesellschaft.
Wer wie ich ziemlich neugierig ist, wird interessante Zusammenhänge finden und begeistert für Neues werden.
Über Mitfreude lasse ich mich auch begeistern. Also kommentiere, was du kannst.