Der zu frühe und plötzliche Tod von Steve Jobs (56 Jahre alt) berührt mich sehr, zumal ich in einem ähnlichen Alter bin wie er:-). Aber noch viel mehr geht es mir nahe, weil er in einer unnachahmlichen Weise für Innovationen steht, nicht umsonst sprach er immer wieder von “Revolution”(a revolutionary new product). So hat er nicht nur den Umgang mit dem Computer (grafische Nutzeroberfläche), sondern auch mit Musik-Konsum (iPod), dem Internet (iPad, iPhone) und dem Telefon revolutioniert. Die Folge-Wirkungen sind noch gar nicht auszudenken. Allein die Bereitstellung Videoproduktion und Videoschnitt für den Massenmarkt im TELEFON (Smartphone) stellt eine Revolution der Kommunikation im digitalen Zeitalter dar.
Nach dem Tod von Steve Jobs entwickelt die Weltpresse unwahrscheinlich viele Versuche, wie Bedeutung dieses Mannes zu verstehen, seine Leistung zu würdigen und auf diese Weise dem Phänomen Apple auf die Spur zu kommen. Einer der Bürger, die mich nachhaltig geprägt haben, ist GARR REYNOLDS.
seit Jahren begleitet er die Präsentation von Steve Jobs auf seinem Block, kommentiert und interpretiert deren Konstruktionen, Aufmachung und Wirkung. Sein Ziel ist es, von Steve Jobs Präsentation viel zu lernen, um selbst überzeugend kommunizieren zu können. Mit einem Beitrag, in dem Steve Jobs einen Einblick in seine Philosophie vor den engsten Mitarbeitern auf der Apple Campus bietet, wird deutlich: entscheidend ist, ob du den Schlüsselwert (core value) deiner Organisationen kennst und ihm so vermittelt das durchgehend und konsistent, dass die Menschen bei allen unterschiedlichen Produkten, geht auf den Markt bringt, immer wieder diesen Schlüssel begegnen und nicht drumherum kommen.
Das Attentat das in Norwegen und in der ganzen Welt zu solchen Entsetzen sorgte, fordert uns heraus ganz neu über die gedanklichen Hintergründe nachzudenken, denn der Täter hat eine 1500 seitige Rechtfertigungsschrift verfasst. Dazu ist viel schon kommentiert worden. Ich begrenzte mich auf wenige Aspekte:
Rob Bell im Interview: “Gemeinde muss sich ständig verändern”
Jesus.de interviewt exklusiv Pastor und Buchautor Rob Bell, bekannt durch seine Nooma-Filme (und den Aufruhr, den sein neustes Buch Love wins gerade in den USA macht), spricht im Jesus.de-Interview…
…über wilden Glauben, der frei ist von Angst…
…über die wichtige Fähigkeit von Gemeinden, sich immer wieder neu zu erfinden…
Kirche muss immer in Bewegung bleiben (liquid). Junge Leute wollen nicht in einem festgefahrenen Laden sein, sie wollen neue Dinge erfinden. Jede Generation muss das Evangelium neu enkulturieren. Was haben wir (angesichts unserer 2000jährigen Tradition) vielleicht verloren?
…über zu viele Kelche beim letzten Abendmahl…
…und darüber, wie Menschen das Evangelium wiederentdecken, die bezüglich Gott schon völlig dicht gemacht hatten.
Die emergente Bewegung von Christen, die im 21. Jahrhunder kulturgemäß oder auch bewußt konterkulturell leben wollen, hatte im Herbst 2010 ihre Jahrestagung.
Die folgenden Themenräume sind bleibende Aufträge für das spannungsvolle Miteinander:
Fromm oder politisch?
Wir suchen einen Weg, der über den Gegensatz von Konzentration auf das Seelenheil und Engagement für das Gemeinwohl hinausgeht.
Mächtige Leitung oder individualisierte Nachfolge?
Wir suchen einen Weg zu einer positiven Führungskultur, die das Potenzial von Gruppen und Einzelnen aufweckt und unterstützende Strukturen hilfreich gestaltet.
Alles neu oder alle dabei?
Wir suchen einen Weg, mutig voran zu gehen und doch unterschiedliche Geschwindigkeiten zuzulassen.
Gott – unnahbar oder intim?
Wir suchen einen Weg, mit Gott im persönlichen Kontakt zu leben, und dabei seine Fremdheit und Andersartigkeit zu respektieren.
Heilige Schrift oder gewachsenes Buch?
Wir suchen einen Weg, die Bibel zu lesen, und dabei sowohl ihren Offenbarungscharakter als auch die redaktionelle Entstehung zu würdigen?
Aufsatz oder Diktat?
Wir suchen einen Weg im Umgang mit den Möglichkeiten unterschiedlicher Lebensgestaltung, der sowohl die Eigenverantwortlichkeit betont, dabei jedoch nicht beliebig wird.
Schreibt mir, ob ihr Ideen dazu habt? Was gibt es im Netz dazu schon?
Auf der großen Konferenz Gemeinde 2.0, veranstaltet vom EKD Zentrum „Mission in der Region“ – Evangelisches Jugendwerk in Württemberg – Evangelischer Kirchenbezirk Bernhausen – Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung (IEEG), Greifswald, geht es um die Zukunft der Kirche. Mit 900 Teilnehmern ist die Konferenz für Gemeinde-Innovation gerade frisch zu Ende gegangen.
Dabei kann die Deutsche Landeskirche eine Menge von der anglikanischen Kirche in England lernen, die selbst durch eine Krise gegangen ist, die aufgrund wirtschaftlicher und spiritueller Hintergründe der deutschen Situation um Jahre voraus ist. Erstaunliche und mutmachende Entwicklungen lassen von einer Kirche 2.0 träumen.
Wer rastet, der rostet”, heißt es im Volksmund. In der missionarischen Gemeindeentwicklung gilt Ähnliches: Ansätze, die gestern noch “neu” und herausfordernd waren, sind heute u.U. schon nicht mehr geeignet, Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Zugleich gibt es Uraltes, das nie aufhörte zu wirken. In einer Welt, die sich fortwährend ändert, ist es jedenfalls wichtig, das eine vom anderen zu unterscheiden und nach den Wegen zu suchen, die heute helfen, Gemeinden in der Mission Gottes zu stärken und zu fördern. Von der Anglikanischen Kirche können wir dabei viel lernen: Mut zu Neuem, Bewahren der Fundamente, Humor, Experimentierfreude, Klarheit und Weite – und ein ansteckend fröhliches Kirchen-Wesen.
Prof. Dr. Michael Herbst Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung (IEEG)
Michael Herbst nennt 5 Kriterien für eine “fresh-expression of church”:
Die Gemeinde muss eine klare missionarische Ausrichtung haben, nicht der Hort einer speziellen Frömmigkeit sein (die unter sich bleiben möchte).
Erkennbare Leitung, die nach innen führt und nach außen rechenschaftsfähig! (Nicht in die “heilige Trinität der Kirche” pressen: Pfarramt, Kirchgebäude, agendarischer Gottesdienst).
Die Aussicht auf Dauer gewähren (für eine gewisse Zeit verlässlich tun können, was sie sich zu tun vorgenommen hat).
Einen erheblichen Teil dessen, was sie tut selbst finanzieren können oder Zugang zu verlässlichen und verantwortbaren Ressourcen haben.
Erkennbar die Marke “evangelisch” vertreten (an ihrer Bindung an das Evangelium, Bekenntnis und Loyalität zur Kirche keinen Zweifel lassen). Den Rest des Eintrages lesen »
Wie kann eine Kirche heute virtuell die Gemeinschaft ihrer Mitglieder fördern? Wir suchen zur Zeit händeringend nach einer Lösung, die für Gemeindemitglieder angemessen ist und die neuen Techniken des Internet nutzt. Jetzt bin ich aber super gespannt, was da kommt…
Das “Projekt Table” ist eine neue Idee einer social Community, die konkret auf die Bedürfnisse von christlichen Gemeinden zugeschnitten ist…
tableproject
We began dreaming. What would have the power to help a church community feel like family, as they did in the early church? What could help us all meet, pray and serve with one another more frequently? We didn’t care about the means to get there but it was unanimous that this was our mission.
The answer to our question was quickly evolving right before our eyes as MySpace, Facebook and Twitter began to pick up speed. We saw people connecting and mobilizing around social good. What if we harnessed the power of social media for the local church? Could we help revolutionize the way those churches interact, mobilize and connect? The answers to these questions led to another question: do these churches want it? Den Rest des Eintrages lesen »
Es gibt viele neue Kirchenprojekte in der Republik. Darunter auch die Gemeindepflanzungen (als Zielgruppenkirchen) – und in Landeskirchen und Freikirchen unterschiedlichste Jugendkirchen. In der Regel sind solche Kirchen-Neu-Erfindungen vor allem Versuche der Enkulturation, aber nicht automatisch wirklich neu, was die klassischen Elemente einer “christlichen Kirche” angeht. Dabei wird oft übersehen, dass die Enkulturation nicht nur in der Generation der Jugendlichen nötig ist. Dazu später mehr…
So führt uns zum Beispiel der Link die Volxkirche Berlin zur aktuell oder ehemals(?) so genannten Junge Kirche Berlin, einer Gemeindeneugründung unter dem Dach der Stadtmission Berlin. Sie ist für mich (auf den ersten Blick) eigentlich eine ganz traditionelle Kirche im Stil der Popkultur. Warum diese Kirche Volxkirche heißt, wird mir nicht ganz plausibel. Vielleicht, weil sie mit Luthers Worten “dem Volk aufs Maul schaut?”. Also Missionskirche oder Predigtkirche-im-Popgewand wäre plausibler für mich, weil sie in ihrem Leitbild… Den Rest des Eintrages lesen »
Hier findest du mein Bücherboard zum NGE-Programm:
Zu unterschiedlichen Themen gibt es jetzt Präsentationen, die ich dir gerne erläutern werden, wenn du Zeit hast.
Mich interessieren vor allem neue Erfindungen im spirituell-sozialen sowie im politischen Raum oder ganz handfest in Technik und Wissenschaft. Dabei blicke ich natürlich als Pfarrer und Theologe auch auf die Effekte für Christen, Religion und Gesellschaft.
Wer wie ich ziemlich neugierig ist, wird interessante Zusammenhänge finden und begeistert für Neues werden.
Über Mitfreude lasse ich mich auch begeistern. Also kommentiere, was du kannst.