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Predigen wie im Cartoon? Verbessert die Performance.

Posted on 12 Oktober 2006 by Helge Seekamp

disney-zeichenkurs.thumbnail.jpgIch orientiere mich “un-heimlich” an den Gesetzmäßigkeiten des Films, wenn ich eine Predigt entwickle. Klingt das sonderbar?

Ich benötige ein Drehbuch (meist in der Form eines Mindmaps, bzw. wenn ich eine Präsentation dazu mache, ist die Präsentation das Drehbuch), um die Rede aufzuzeichnen. Am geeignetsten sind Bilder. Wäre das nicht auch ein Schritt, um von der Ablesepredigt weg zu kommen :-) ? Zeichne deine Predigt!

Dabei nutzt du die unterschiedlichen Shots und in ihrer jeweilig passenden Funktion: Totale, Halbtotal, Portrait, Detail (action) und “von oben”… übrigens die Gesetzmäßigkeiten jeder Bildkommunikation. Schon der berühmte Zeichner “Carson Van Osten (a famous Disney artist who did many Disney Comic Books and created the famous “Comic Strip Artist’s Kit”) von Walt Disney hat das in einem Kurzlehrgang für Comiczeichner aufgeführt, von dem ich dir hier einen Link eines ausgezeichneten Blogs für “visuelle Geschichtenerzähler” zeige. Sehr lehrreich für Prediger, die etwas trocken sind…

Was machst du falsch, wenn du “trocken” wirkst? Dazu gleich mehr. Hier das Bild:
disney-zeichenkurs.thumbnail1.jpg Die typischen Predigerfehler (besser: Fehler von Menschen, die nicht in Bildern oder Geschichten denken):

1. Du verwendest nur einen Stil von “Shot”? Meist haben die Exegeten gelernt, die Detailperspektive meisterhaft zu beherrschen. Zuhörer sehen vor lauter Baum den Wald nicht mehr.

2. Oder du fährst die ganze Zeit die Totale, erzählst “Alles und Nichts” (Allgemeinplätze), die Kinder, die Mütter, die Arbeitslosen, die Armen, die Gesellschaft. Niemand sieht je ein besonderes Gesicht (Portrait) oder eine Emotion (Detail).

3. Vielleicht langweilen sie sich auch, weil du nicht genug Abwechslung in die Shots bringst… Zugegeben: Für eine sehr ruhige, meditative Stimmung ist die Totale sicher sehr geeignet, wenn dann nach 3 Minuten ein Reiter durchs Bild gallopiert dessen Geräusch sich langsam anbahnte, kann das ein wunderbarer Effekt sein. Das ist aber der Avantgard-Western-Style. Nicht jeder steht darauf. Normal ist eher ein Wechsel der Einstellungen im 3-5 Sekunden-Takt (zähl mal die Sekunden in einem Fernsefilm). Wer vor Kindern predigen muss, wird sich schnell an diese meine Worte erinnern…

4. Tempo: Auch unter diesem Gesichtspunkt kannst du “zu schnelle Schnitte” oder “zu lange Einstellungen” haben. Es kommt immer auf deine Absicht an und auf die Mischung. Der Kreativität ist hier viel Raum gegeben. Du solltest nur wissen, was du tust und warum du es tust ;-)

5. Oder deine Schau-Spieler sind nicht gut gecastet worden? Du hast zu viele nichtssagende Gesichter, oder nur alles Rambotypen? Oder du hast die Heldin oder den Antipoden, den Antagonisten (den Feind) nicht gut eingeführt? Oder sie nur “comichaft” als Karrikatur vorgestellt, so dass jedes Kind sieht, was böse (schwarz) oder gut (weiß) ist.

Niemand liebt den Feind und ist überrascht, dass er der Böse am Ende ist.Die Spannung ist natürlich futsch.

Ist denn übrigens der Teufel immer böse?

Paulus nimmt den Teufel in 1. Kor. 5, 5 zu Hilfe, um einen gefallenen Bruder (der 2. Kor. 7 bereut hat, es hat “funktioniert”!) wieder aufzuhelfen ( V.5: “…damit sein Geist gerettet wird”).

Jesus erlaubt dem Teufel, die Jünger zu “sichten” (Luk 22: 31Simon, Simon, siehe, der Satan hat begehrt, euch zu sieben wie den Weizen. a32Ich aber habe bfür dich gebeten, daß dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du dereinst dich bekehrst, so stärke deine Brüder…”), betet aber um Glaubensstärkung – durch Neu-Bekehrung und “der Böse” hilft bei diesem Prozess auf seine Weise mit.

6. Vielleicht ist auch dein “Cutter” nicht so gut drauf. Die Zuschauer bemerken den Schnitt in eine neue Szene nicht wirklich. Die Bilder ähneln sich zu sehr (wahrscheinlich alle in der Halbtotale gedreht, da “kann man ja nichts verkehrt machen”:-). Zu wilde Schnitte und zu viel Hin- und Her kann sicher auch schaden. Aber ein, zwei interessante Schnitte wecken die Aufmerksamkeit des Zuschauers.

Beobachte mit dieser Brille dich selbst, andere Prediger oder Präsentierende (Powerpointler). Erwisch sie, wo sie gut sind und sag es ihnen.

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Video – Interview mit dir selbst (coole Präsentationsidee)

Posted on 11 Oktober 2006 by Helge Seekamp

Eine sehr interessante Methode, um sich selbst zu präsentieren, bzw. Dinge zu sagen, die neue Aufmerksamkeit wecken.

Was passiert, wenn du bei einer Predigt die anderen ROLLEN, FRAGEN an dich oder dein Thema durch einen “kritischen Reporter” stellen lässt, der du selbst bist.

Technisch ist das kein große Problem: Continue Reading

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Bist du ein Mitglied der “Kreativen Klasse”?

Posted on 11 Oktober 2006 by Helge Seekamp

Matthias Horx, FUTUREGURU in Deutschland und anderswo, definiert die “kreative Klasse” in seinem neuen Buch “Wie wir leben werden” mit folgenden 5 Testfragen:

“1. Verdienen Sie Ihr Geld überwiegend mit Leitungen, die einen Unterschied erzeugen?

2. Wie Sie nur ungefähr, wie Ihre Tätigkeit in einem, in zwei oder fünf Jahren aussehen wird?

3. Haben Sie in Ihrem Leben schon mehrere Berufe ausgeübt?

4. Beträgt der zeitliche Aufwand, den Sie zum Üben, Trainieren und Weiterentwickeln Ihrer Fähigkeiten aufwenden, mehr als 50 Prozent der Zeit, in der Sie tatsächlich perfomen, als aktiv Geld verdienen?

5. Variiert Ihr Einkommen um mehr als 30 Orzent im Jahr – beziehungsweise kann es in den nächste Jahren um diese Schwankungsbreite variieren?

Wenn Sie auch nur eine dieser Fragem mit einem klarn “Allerdingst!” beantworten, gehören Sie zumindest zum Umfeld des kreativen Millieus…” S.132 Continue Reading

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In wie weit kann sich eine Religion/Ideologie verändern?

Posted on 16 September 2006 by Helge Seekamp

Eine der coolsten Innovationen wäre es, wenn sich jahrtausendealte Religionen/Ideologien verändern. Die erste Rückfrage zu dieser These: Ist das überhaupt zu wünschen? Eigentlich wohl nicht, weil es in solchen Feldern doch um den Erhalt einer (überlebens-)wichtigen Tradition geht.Aber… aus aktuellem Anlass in einer medial gesehen dörflichen Welt… wünschen sich einige z.B. die Veränderung des Islams (später in diesem Artikel wird deutlich werden, dass auch Christentum und Moderne/Postmoderne sich kritisch hinterfragen müssen). Und das kam so…
Grobgliederung:
1. erst einmal die Vorgeschichte,
2. dann die aktuelle Vorlesung des Papstes samt ihrer medialen Erschütterungen,
3. Die Schlussfolgerungen für unsere Welt…

1. In einem nicht beachteten (transskribierten) Radiointerview in den USA wurde über einem privaten Islam-Seminar auf der Sommerresidenz des Papstes berichtet:

Strange as it may seem, the pope must whisper when he wants to state agreement with conventional Muslim opinion, namely that the Koranic prophecy is fixed for all time such that Islam cannot reform itself. If Islam cannot change, then a likely outcome will be civilizational war, something too horrific for US leaders to contemplate. What Benedict XVI thinks about the likelihood of civilizational war I do not know. Two elements of context, though, set in relief his reported comments concerning Islam’s incapacity to reform.

Ganz im Gegensatz zur Prämissen eines Präsidenten Bush in Washington (der davon ausgeht, dass sich der Islam eben unter demokratischen Umständen im Irak z.B. natürlich zu einer liberalen Bewegung entwickeln wird) wendet der Papst ein, dass das allein durch das Offenbarungsverständnins nicht möglich sei. Der Koran ist “Verbalinspiriert” (durch den Engel Gabriel wörtlich an Mohammend übergeben), die Worte der jüdisch-christlichen Offenbarung sind durch sterbliche (irrtumsfähige) Menschen übermittelt, was einer Interpreation und Reinterpretation (also Diskussion) die Tür öffnet.

Soweit in Kürze dieser sehr aufschlussreiche Bericht über das private Seminar mit dem Papst (Bericht vom 10. Jan. 2006 in der ASIAN TIMES)

2. Anlass für dieses Thema sind die heute berichteten Reaktionen auf die Vorlesung des Papstes über das Verhältnis von Vernunft und Glauben in Regensburg.

Zusammengefasst lautet die These des Papstes auch hier: Veränderungen des Islams sind nicht zu erwarten, wenn wir annehmen, dass theologische Prämissen grundlegend verändert werden müssen, um ein neues Offenbarungsverständnis und in der Folge auch ein neues Gottesverständnis im Islam zu entwickeln.

Papst Benedikt XVI. zitiert zwar einen alten Religions-Dialog

untermauert damit aber seine Argumentation, dass in der Theologie des Islam keine Verbindung zwischen Vernunft und Gottesoffenbarung möglich sei, weil “Gott” sich nur sich selbst gegenüber verantworten muss, nicht aber menschlicher Vernunft… Hier das Originalzitat vom Papst:
Der entscheidende Satz in dieser Argumentation gegen Bekehrung durch Gewalt lautet: Nicht vernunftgemäß handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider. Der Herausgeber, Theodore Khoury, kommentiert dazu: Für den Kaiser als einen in griechischer Philosophie aufgewachsenen Byzantiner ist dieser Satz evident. Für die moslemische Lehre hingegen ist Gott absolut transzendent. Sein Wille ist an keine unserer Kategorien gebunden und sei es die der Vernünftigkeit. Khoury zitiert dazu eine Arbeit des bekannten französischen Islamologen R. Arnaldez, der darauf hinweist, daß Ibn Hazn so weit gehe zu erklären, daß Gott auch nicht durch sein eigenes Wort gehalten sei und daß nichts ihn dazu verpflichte, uns die Wahrheit zu offenbaren. Wenn er es wollte, müsse der Mensch auch Idolatrie treiben.
Hier tut sich ein Scheideweg im Verständnis Gottes und so in der konkreten Verwirklichung von Religion auf, der uns heute ganz unmittelbar herausfordert. Ist es nur griechisch zu glauben, daß vernunftwidrig zu handeln dem Wesen Gottes zuwider ist, oder gilt das immer und in sich selbst? Ich denke, daß an dieser Stelle der tiefe Einklang zwischen dem, was im besten Sinn griechisch ist und dem auf der Bibel gründenden Gottesglauben sichtbar wird.

Damit deutlich wird, dass der Papst auch christentumsintern kritisch denkt folgt sofort die nächste Passage, in der sehr selbstkritische Töne gegenüber christlichen Lehrentwicklungen anschlägt. Diese Töne sind auch für protestantische “Extremisten” notwendig zu hören…
Hier ist der Redlichkeit halber anzumerken, daß sich im Spätmittelalter Tendenzen der Theologie entwickelt haben, die diese Synthese von Griechischem und Christlichem aufsprengen. Gegenüber dem sogenannten augustinischen und thomistischen Intellektualismus beginnt bei Duns Scotus eine Position des Voluntarismus, die schließlich dahinführte zu sagen, wir kennten von Gott nur seine Voluntas ordinata. Jenseits davon gebe es die Freiheit Gottes, kraft derer er ja auch das Gegenteil von allem, was er getan hat, hätte machen und tun können. Hier zeichnen sich Positionen ab, die denen von Ibn Hazn durchaus nahekommen können und auf das Bild eines Willkür-Gottes zulaufen könnten, der auch nicht an die Wahrheit und an das Gute gebunden ist. Die Transzendenz und die Andersheit Gottes werden so weit übersteigert, daß auch unsere Vernunft, unser Sinn für das Wahre und Gute kein wirklicher Spiegel Gottes mehr sind, dessen abgründige Möglichkeiten hinter seinen tatsächlichen Entscheiden für uns ewig unzugänglich und verborgen bleiben. Demgegenüber hat der kirchliche Glaube immer daran festgehalten, daß es zwischen Gott und uns, zwischen seinem ewigen Schöpfergeist und unserer geschaffenen Vernunft eine wirkliche Analogie gibt, in der zwar die Unähnlichkeiten unendlich größer sind als die Ähnlichkeiten, daß aber eben doch die Analogie und ihre Sprache nicht aufgehoben werden (vgl. Lat IV). Gott wird nicht göttlicher dadurch, daß wir ihn in einen reinen und undurchschaubaren Voluntarismus entrücken, sondern der wahrhaft göttliche Gott ist der Gott, der sich als Logos gezeigt und als Logos liebend für uns gehandelt hat und handelt.

Der “reine und undurchschaubare Voluntarismus” (im Islam ist er das Normale – soweit ich das jetzt verstanden habe) ist in christlicher Theologie immer dann am Werk, wenn der Mensch in einen krassen Gegenüberstand zu Gottes Jenseitigkeit beschrieben wird.

3. Nachdem der Papst dann die 3 unterschiedlichen Phasen der Kritik gegen die Hellenisierung des christlichen Glaubens referiert hat, erörtert er die praktischen Folgerungen seiner Darlegungen so:
Denn bei aller Freude über die neuen Möglichkeiten des Menschen sehen wir auch die Bedrohungen, die aus diesen Möglichkeiten aufsteigen und müssen uns fragen, wie wir ihrer Herr werden können. Wir können es nur, wenn Vernunft und Glaube auf neue Weise zueinanderfinden; wenn wir die selbstverfügte Beschränkung der Vernunft auf das im Experiment Falsifizierbare überwinden und der Vernunft ihre ganze Weite wieder eröffnen. In diesem Sinn gehört Theologie nicht nur als historische und humanwissenschaftliche Disziplin, sondern als eigentliche Theologie, als Frage nach der Vernunft des Glaubens an die Universität und in ihren weiten Dialog der Wissenschaften hinein.
Nur so werden wir auch zum wirklichen Dialog der Kulturen und Religionen fähig, dessen wir so dringend bedürfen. In der westlichen Welt herrscht weithin die Meinung, allein die positivistische Vernunft und die ihr zugehörigen Formen der Philosophie seien universal. Aber von den tief religiösen Kulturen der Welt wird gerade dieser Ausschluß des Göttlichen aus der Universalität der Vernunft als Verstoß gegen ihre innersten Überzeugungen angesehen. Eine Vernunft, die dem Göttlichen gegenüber taub ist und Religion in den Bereich der Subkulturen abdrängt, ist unfähig zum Dialog der Kulturen.
Er wehrt sich damit übrigens gegen das Abdrängen der Ethik in die private Beliebigkeit.
Mit deutlichem Kritik an postmodernem Relativismus (Wahrheit wird jenseits von Vernunft und Begründbarkeit zu privatem Überzeugtsein) beendet er seine Rede schließlich so:

Der Westen ist seit langem von dieser Abneigung gegen die grundlegenden Fragen seiner Vernunft bedroht und kann damit nur einen großen Schaden erleiden. Mut zur Weite der Vernunft, nicht Absage an ihre Größe – das ist das Programm, mit dem eine dem biblischen Glauben verpflichtete Theologie in den Disput der Gegenwart eintritt. „Nicht vernunftgemäß (mit dem Logos) handeln ist dem Wesen Gottes zuwider“, hat Manuel II. von seinem christlichen Gottesbild her zu seinem persischen Gesprächspartner gesagt. In diesen großen Logos, in diese Weite der Vernunft laden wir beim Dialog der Kulturen unsere Gesprächspartner ein. Sie selber immer wieder zu finden ist die große Aufgabe der Universität.
Meine Zusammenfassung:
Die Botschaft an den Islam lautet dann direkt so:
• Weite deine Diskussionfähigkeit, indem du das Kriterium “Vernunft” aufnimmst in die Grundprämissen des Glaubens.
Die Botschaft an die Universität lautet:
• Erweitert euren Vernunftbegriff (jenseits von Emperie und Falsifierbarkeit) um die Möglichkeit, aus religiösen Quellen zu schöpfen
Die Botschaft an die Postmoderne lautet:
• Entwickelt wieder ein Gesamtbild der Wahrheit gegründet auf vernünftiger,kommunizierbarer Logik.
Die Frage bleibt offen, wie weit sich die Plausibilitätsvorstellungen von Islam, Wissenschaftsparadigma der Neuzeit und Postmoderne verändern lassen oder besser: wodurch? Ist die liberale Position (weltanschaulich neutral) durchzuhalten, bzw. wird sie in dem von einigen (wenigen?) erwarteten“Clash of Civilization” die Kraft haben, die nötig wäre?
Meine Position dazu skizziere ich kurz:
Mit Peter L. Berger (Zwang zur Häresie)
bin ich der wissenssozioliogisch begründeten Überzeugung, dass Spezialisten nicht kraft ihrer Argumente Recht behalten werden im wissenschaftlichen Diskurs, sondern die Meinungshoheit durch (das ist wissenssoziologisch erwiesen) “Mehrheiten” geschaffen werden. Plausibilität erhält immer das, das sozial verankerte Stützstrukturen aufweisen kann.
Und in diesem Zusammenhang wird der Kampf um die Meinungshoheit zur Zeit (Postmodern oder im Kulturkreis des Islam vormodern) mit harten Bandagen ausgefochten. Mal schauen, ob sich die Massen mit mehr Gewaltpotential eher durchsetzen? Oder eher die Kriegsstrategen oben? Die Gefahr, dass Plausibilität durch Terror(möglichkeit) erreichbar ist, lernen die Extremisten im islamischen Kontext sicher von den extrem hochgerüsteten westlichen Kriegsmächten (USA). Denn wer auf die “erlösende Kraft der Gewalt” setzt (ob durch Kriegsmaschinerie oder durch terroristische Anschläge
“Der Terrorismus der Macht erzeugt den Terrorismus der Ohnmacht”)
lehrt seine Gegner immer nur das eine: Gewalt scheint zu funktionieren. Also benutze sie!
Von daher wird sich meiner Meinung nach eine wahrheitsstützende Mehrheit auf das Machtpotential stützen wollen. Wenn Christen in diesem “Spiel” mitmachen (jenseits der rein kognitiven universitären Auseinandersetzung – und die ist dringend nötig!), muss Jesu 3. Weg des “gewaltfreien Widerstands” gegründet auf der Angstfreiheit vor dem Tod (Hebräerbrief. 2, 14f) gelebt werden. Nur so wird die westliche Welt nicht mehr mit “mehr Gewalt” antworten auf Terror und überzeugend einen Gott und seine Wahrheit übermitteln, die in dem Gewaltverzicht Jesu am Kreuz gründet.
P.S. Geht es hier wirklich um den “Kampf der Kulturen”?
Dazu die ausführliche Kritik dieses Konzeptes hier:
So wird Kultur, die sich bisher noch als gesellschaftlich wertvoll und nötig bewährt hatte, zum Instrument der Macht und Gewalt, zum vermeintlichen Gegenmittel gegen Zerstörung. Diese Umkehrung der Werte ist das Werkzeug und Zerrbild vernichtender Interessen auf allen Seiten und wird zur Angst- und Machtsymbolik schlechthin.
Von daher ist es dann relativ gleichgültig, um was es wirklich geht. Es ist ein Kampf der Symbolik. Und wie dann dieser symbolische Machtkampf ausgelöst wird, ob von der US-Presse oder der dänischen und ob in Palästina oder im Iran Fahnen verbrannt werden, ist in dieser Hinsicht im Grunde gleichgültig. Es herrscht die Reaktion und die Reaktionäre schaukeln sich in besinnungsloser Selbstbehauptung bis zur Selbstvernichtung hoch. Es ist ein Kampf um etwas, das nicht mehr auseinandergesetzt, sondern nurmehr verteidigt werden kann.Eigentlich war es für die Betroffenen nie ein „Kampf der Kulturen“. Für alle ging es zuvor um Mittel des Lebens, Erdöl, Wasser und andere Bodenschätze und Märkte.

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Beerdigungen für die Kreative Klasse

Posted on 15 September 2006 by Helge Seekamp

Matthias Horx, FUTURE-GURU in Deutschland und anderswo, definiert die “kreative Klasse” in seinem neuen Buch “Wie wir leben werden” mit folgenden 5 Testfragen:
“1. Verdienen Sie Ihr Geld überwiegend mit Leistungen, die einen Unterschied erzeugen?

2. Wie Sie nur ungefähr, wie Ihre Tätigkeit in einem, in zwei oder fünf Jahren aussehen wird?

3. Haben Sie in Ihrem Leben schon mehrere Berufe ausgeübt?

4. Beträgt der zeitliche Aufwand, den Sie zum Üben, Trainieren und Weiterentwickeln Ihrer Fähigkeiten aufwenden, mehr als 50 Prozent der Zeit, in der Sie tatsächlich perfomen, als aktiv Geld verdienen?

5. Variiert Ihr Einkommen um mehr als 30 Orzent im Jahr – beziehungsweise kann es in den nächste Jahren um diese Schwankungsbreite variieren?

Wenn Sie auch nur eine dieser Fragem mit einem klarn “Allerdingst!” beantworten, gehören Sie zumindest zum Umfeld des kreativen Millieus…” S.132

Weiter beschreibt er die entscheidenden Unterschiede zum bisherigen Industriezeitaltergeprägten darin, dass Geld nicht mehr das Kernthema ist:
“Die Währung wird nicht mehr in Kontoständen ausgezahlt. Sondern in Aufmerksamkeit, sozialer Anerkennung, biografischem Wohlgefühl, Herausforderung. Alles “bohemische” Kriterien für Lebensqualität. In unserer kosmopolitischen Kultur kann man ruhig ein armer Schlucker sein, wenn man eine gute Geschichte zu erzählen hat (das allerdingst ist Bedingung).” S.133

Unter dem Stichwort “Leonardo-Prinzip” verhandelt er die neue Wertschöpfungsmethode:
“Heute signieren Bauern mit ihren Unterschriften ihre Produkte – zum Beispiel Eier von freilaufenden Hühnern – und sogar Putzfrauen verewigen auf Toiletten ihr Wirken! Diese Individualisierung indiviudeller Differenzleistungen ist ein typisches Merkmal des Paradigmenwechsels. Ein indurstrielles Produkt lebt durch seine Normierung. Es unterscheidet sich vom handwerklichen Unikat durch beliebige Kopierbarkeit und geringen Preis.”S.135

Als ich all das las, kam mir der Gedanken, dass wir eine “industrielle” Beerdigungskultur ablösen müssen durch eine “postindustrielle” oder eine, die ins “conceptual age” passt. Warum?

Nun, als Pfarrer erlebe ich Beerdigungen in der Regel als hypergenormte Veranstaltungen. Neben den Abläufen, Liedern und Ritualen der Bestattungsunternehmen, sind fast noch die Ansprachen austauschbar, ersetze in einigen Fällen nur den Namen und die Ansprache würde sö durchgehen.

Neulich sprach mich eine mir fremde Frau, die auf einer meiner Beerdigungen war an und sagte: So eine Ansprache habe ich ja noch nie gehört. Ich war natürlich neugierig, was denn so einmal an meiner Beerdigungsansprache gewesen sein sollte (ich sprach über – na, was glaubt ihr?- über Psalm 23, einen der häufigsten Beerdigungstexte wie ich annehme…).

Also fragte ich nach: Was denn der genaue Unterschied gewesen sei. Und ihre Antwort: Sie haben mit den Menschen gesprochen wie in einem Gespräch.

Der feine Unterschied besteht also nicht darin, was ich im einzelnen sage (Inhaltesebene), sondern wie ich es sage (Sprechakt-Ebene). Wenn ich die Lebensgeschichte eines Menschen in der Ansprache so thematisiere, dass es wie ein “Gespräch” mit den Angehörigen klingt, hat das natürlich außerordentliche Folgen für die Inhalte: Ich werde automatisch keine Allgemeinplätze, keine Distanz, sondern Beziehung, Individualität, Einzigartigkeit kommunizieren. Ist das schon alles?

Zum Gespräch gehört auch immer ein unverwechselbares “Ich”. Und das bedeutet, dass ich als Prediger etwas von mir zeige, nicht einfach in einem so streng ritualisierten Setting. Aber es geht.

Erstaunliche Trends in den letzten Beerdigungen, die ich in meiner beschaulichen Kleinstadt erlebt habe: Die Lieblings-CD des Verstorbenen wurde aufgelegt, Gedichte der Verstorbenen wurden durch nahe Angehörige vorgetragen (ich hatte dazu ermutigt mit den Worten: Sie müssen es nicht machen wie man Beerdigungen allgemein macht…).

Wie könnte eine Beerdigung für die Mitglieder oder Angehörigen der kreativen Klasse gestaltet werden? (Gibt es die in Lemgo überhaupt, ist der unbedarfte Leser geneigt zu fragen. Sicherlich, nur ob sie noch in der Kirche zu finden ist, das ist sicher eine Frage wert.

Darum hier nun meine Idee für eine erneuerte Beerdigungskultur:

Idee: Ich biete maßgeschneiderte Beerdigungsfeiern an, mit Mut zu Extravaganz (nicht, was alle schon immer gemacht haben). Auf jeden Fall etwas von der Persönlichkeit des Verstorbenen performen. Z.B. durch Symbole: Sprachsymbole, Musiksymbole oder auch Bildsymbole installieren…

Wichtig: Die Marke dieser neuen Beerdigungskultur prägen… mit dem richtigen Beerdigungsinstitut als Partner geht es. Ich biete meinen Namen als Marke an (Siehe oben: Bauern unterzeichnen mit ihrem Namen Eier, warum ich nicht durch meinen Namen Beerdigungen. Mehrwert durch Unterschied). Mit diesem Markennamen und meinem Konzept könnte ich auch die Menschen beerdigen, die keine spezifisch christlichen Bestattungen wünschen (freier Beerdigungsredner) und mit entsprechendem Honorar deutlich machen, dass keine Mitgliedschaft zur Gemeinde bestanden hat.

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Theorie und Praxis – Bon mots und Einsichten

Posted on 31 August 2006 by Helge Seekamp

Es gibt vielleicht nichts Praktischeres als eine gute Theorie, können wir frei nach Immanuel Kant sagen. Oder, hundert Jahre nach seiner ersten bahnbrechenden Veröffentlichung passt auch Albert Einsteins Aphorismus: Die Theorie entscheidet darüber, was wir beobachten können. Wenn wir Manager uns heute im turbulenten Umfeld komplexen Fragen stellen, werden wir zwangsläufig in den performativen Widerspruch verwickelt, wie man so schön sagt, in dem man auch aus der Distanz des vermeintlich schmucklosen Katheters der Gelehrten das illustre Treiben auf den Management-Wiesen zu reflektieren vermag, oder anders gesagt, sich mit der ungewohnten Blickweise selbst beobachtet.
mehr dazu im Vorwort

Genau diese Spannung erlebe ich in meinem Leben. Als Praktiker (mit Leidenschaft) verstehe ich erst wirklich, was ich tue in der Reflexion dieser Praxis… Sehr interessant.

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Neues Wirtschaften im christlichen Geist

Posted on 31 August 2006 by Helge Seekamp

700 Organisationen arbeiten schon nach diesem Prinzip, das die Fokolarbewegung in Südamerika erstmalig entdeckt und kultiviert hat. Ziel: Konsequent nach dem Evangelium leben auch im Führen einer Firma.

13 Jahre Erfahrung liegen hinter dieser brasilianischen initative und gewaltige Veränderungen auch gesellschaftlicher Art werden deutlich.

Das Grundprinzip heißt “Teilen”: materielles und geistliches Teilen und Talente teilen…

Das Prinzip geht durch “Solidarkapital”. Das bedeutet: mit wenig Geld können Unternehmen gegründet werden.
• Investitionen werden wieder möglich
• Die Not wird verändert
• eine Kultur des Gebens wird eingeübt

Bisher stehen Geld und die Gemeinschaft von Menschen im Gegensatz zueinander. Durch das “Solidarkapital” stiftet das Geld wieder Gemeinschaft unter den Menschen.
Methodisch wurde der Lebensstil der Einheit von Familien auf Betriebe übertragen. Einheit ist immer der Ort von Begegnung (wenn Jesus Christus die Mitte darstellt). Also nur neue Menschen können solch ein neues Millieu (Zelle der Einheit) bilden, weil sonst die Macht des Geldes alles regiert.
In diesem Sinne ist Jesus der “stille Teilhaber”. Jedes Unternehmen mit dieser Betriebskultur verpflichtet sich, anderen Unternehmen zu helfen, die mit derselben geistlich/kulturellen Basis arbeiten wollen.
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Die folgenden Zitate der Fokolare zu ” Wirtschaften in Gemeinschaft”
I. Das Projekt:
Das Phänomen der Globalisierung in der Finanz- und Wirtschaftswelt öffnet neue Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten. Gleichzeitig wächst aber auch das Risiko einer immer größeren Kluft zwischen Arm und Reich in der Welt.

Um dieser Entwicklung entgegen zu treten, entstand 1991 in Brasilien das Projekt “Wirtschaft in Gemeinschaft”. Ausgangspunkt war das Bedürfnis, Not und Armut zu lindern und dabei auch wirtschaftliche Strukturen mit einzubeziehen.

Es entstanden Betriebe, die gewinnorientiert arbeiten, sich nach den Bedürfnissen des Marktes richten, dabei jedoch den Menschen in den Mittelpunkt ihres wirtschaftlichen Handelns stellen.
Von diesem Gundgedanken sind nicht nur Beziehungen unter Mitarbeitern, zu Kunden und Lieferanten geprägt, er bestimmt auch den Umgang der Unternehmer mit den Gewinnen ihres Betriebes.
Sie prüfen zunächst, was zum Ausbau und zur Entwicklung des eigenen Unternehmens zur Reinvestition nötig ist und stellen dann – nach freier und unabhängiger Entscheidung – einen Teil ihres Gewinns zur Linderung von Armut zur Verfügung. Einen anderen Teil investieren sie in Strukturen, die zur Förderung dieser “Kultur des Gebens” dienen (Schulungszentren, Infrastrukturen, etc.).

Heute haben sich weltweit ca. 700 Betriebe diesem Projekt angeschlossen. Wissenschaftlich wird die Initiative inzwischen von verschiedenen Universitäten begleitet, die darin einen neuen wirtschaftstheoretischen Ansatz sehen, den es zu vertiefen und entwickeln gilt.
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II: Deutsche Tagung zu: Neue Perspektiven für wirtschaftliches Handeln

30 Teilnehmer aus verschiedenen Teilen Deutschlands waren am 2. Oktober nach Ottmaring (bei Augsburg) gekommen, um die Grundlinien der „Wirtschaft in Gemeinschaft“ zu vertiefen. Ob Fahrschulbetreiber oder Übersetzerin, Schreinerei-Besitzer oder Marktforscherin – der Wunsch, sich über die Motivationen wirtschaftlichen Handelns, neue Perspektiven im Umgang mit Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Mitbewerbern zu informieren und auszutauschen, war groß. Für einen Teil der Anwesenden war es die erste Gelegenheit, sich intensiver über das Projekt der „Wirtschaft in Gemeinschaft“ der Fokolar-Bewegung zu informieren.

Die Initiative war 1991 von Fokolar-Gründerin Chiara Lubich ausgegangen, die bei einem Besuch in Brasilien erschüttert darüber war, dass es selbst unter den Mitgliedern ihrer Gemeinschaft viele gab, die nicht einmal das Nötigste zum Leben besaßen. Sie schlug deshalb vor, Betriebe zu gründen, die nicht nur für die reine Gewinnmaximierung arbeiten, sondern Not und Armut lindern helfen und dafür auch die eigenen wirtschaftlichen Strukturen mit einzubeziehen. Der Vorschlag fand in Brasilien ein sehr potives Echo und schon während Lubichs Aufenthalt wurden die ersten Kleinunternehmen gegründet.

Diese Unternehmen prüfen zunächst, was zum Ausbau und zur Entwicklung des eigenen Unternehmens zur Reinvestition nötig ist und stellen dann – nach freier und unabhängiger Entscheidung – einen Teil ihres Gewinns zur Linderung von Armut zur Verfügung. Einen anderen Teil investieren sie in Strukturen, die zur Förderung dieser “Kultur des Gebens” dienen (Schulungszentren, Infrastrukturen, etc.)

Heute haben sich diesem Projekt weltweit mehrere hundert Betriebe angeschlossen. Wissenschaftlich wird die Initiative inzwischen von verschiedenen Universitäten begleitet, die darin einen neuen wirtschaftstheoretischen Ansatz sehen, den es zu vertiefen und entwickeln gilt.

Austausch unter Unternehmern

Die Unternehmer selbst werden mit Schulungen und Fortbildungen begleitet, haben Möglichkeiten, sich mit anderen Unternehmern über ihre Erfahrungen und auch ihre Schwierigkeiten auszutauschen und für manch einen ergibt sich die Chance, sich lokal in kleinen Gewerbeparks zusammen zu schließen.

Wer mehr Informationen wünscht oder zur nächsten Unternehmertagung eingeladen werden möchte, kann Kontakt aufnehmen mit Dagmar und Thomas Hamm (E-Mail: wig@fokolar.org).

Siehe auch: Internationale Sommerakademie

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Misch-Konzerne funktionieren nicht mehr

Posted on 31 August 2006 by Helge Seekamp

Tom Peters, Management-Guru seit den 70gern, meint, dass die großen Fusionen von weltweit wirkenden Konzernen meist keinen Erfolg brachten, weil sie nicht in die kommunikative, schnelle Zeit mit ihren Netzwerkstrukturen passen – zumal wenn ihre Kulturen nicht zueinander passen.

1. Sie arbeiten gegen biologisch-kybernetische Prinzipien an: (Vgl. Bienenschwarm-Größen. Ab bestimmten Größen teilen sie sich auf!)

2. Sie arbeiten gegen unseren Zeitkontext: kleine, flexibel, beweiglich funktioniert (Servicefirm) statt:
• zusammenballen
• fusionieren
• “Synergien” + “Effiziens”-Gläubigkeiten
Heute heißt es: Allianzen statt Fusionen!

Also kann “Kirche Evangelisch in Lemgo” so eigentlich nur funktionieren:
2010 (= in 6 Jahren): statt 1 St. Pauli-Kirche mit 390 Gottesdienstbesuchern,
7 Kleinkirchen mit dynamischen Wachstum
• Kirche für Innovatoren
• Kirche für Luschen
• Kirche für Familien
• Kirche für Gemütliche

• Kirche für kreative Klasse

• Kirche für…

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Über mich

Ich bin Helge Seekamp und Pfarrer in der ev.-ref. Kirchengemeinde St. Pauli (Lemgo) .

Mich interessieren vor allem neue Erfindungen im spirituell-sozialen sowie im politischen Raum oder ganz handfest in Technik und Wissenschaft. Dabei blicke ich natürlich als Pfarrer und Theologe auch auf die Effekte für Christen, Religion und Gesellschaft.
Wer wie ich ziemlich neugierig ist, wird interessante Zusammenhänge finden und begeistert für Neues werden.
Über Mitfreude lasse ich mich auch begeistern. Also kommentiere, was du kannst.

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