Die große Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise – und bessere Aussichten von Helge Peukert

Posted on 04 April 2013 by Helge Seekamp

Die große Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise

Eine kritisch-heterodoxe Untersuchung

4. aktualisierte Auflage 2012 · 624 Seiten · 29,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand) ISBN 978-3-89518-920-3 (Mai 2012) Der Autor heißt Helge Peukert und ist Prof. Dr. Dr. am Lehrstuhl für Finanzwissenschaft und -soziologie an der Universität Erfurt. Seine Hauptarbeitsgebiete sind die Geschichte des ökonomischen Denkens, Finanzsoziologie und Reform der Geldordnung und der Finanzmärkte.

Peukert war Experte für die WDR-Sendung Monitor[4] und verfasst Kommentare für den Deutschlandfunk[5] und den Postwachstumsblog[6], in denen er ein neues Geldsystem, zum Beispiel auf Basis des Vollgelds propagiert. Er arbeitet als Autor für das Gabler Wirtschaftslexikon.[7] Peukert ist Mitglied im Beirat von attac Deutschland.

beim Vortrag 2012 in der Uni Erfurt

Diese Buch habe ich gefressen (begeistert), selbst wenn es mit ca. 600 Seiten ziemlich schwer verdauliche Kost war. Ich bin begeistert von der klaren Analyse und vor allem von seinen Lösungsvorschlägen. Gerade die unorthodoxe ökonomische Position gefällt mir, weil die neo-liberale doch arg schwachbrüstig und letztlich zerstörerisch (seit 2007 immer deutlicher!) daherkommt. Endlich mal Durchblick in dem ganzen FINANZ-Desaster, über das wir täglich in den Nachrichten mit Missinformationen oder wenigstens TEIL-Informationen gefüttert werden, die uns nicht weiterbringen. Was mir besonders gefällt:  Er vertritt, im Unterschied zur großen Mehrheit seiner Zunft, die Interessen der Bürger und Steuerzahler, die zunehmend unter die Räder geraten. Er begründet es so: Schließlich bin ich von den Steuern der Bürger als Professor bezahlt. Ich bin davon zur Zeit überzeugt (leider), dass Peukerts Analyse und leider auch seine Katastrophen-Ankündigungen  sich weiter bewahrheiten werden… Schauen wir mal, wie sich die Geschichte entwickelt…

 

 

 

 

Begeistert haben mich zwei seiner Forderung,

1. Geld als Vollgeld (siehe unten Monetative) neu zu definieren:

Giroguthaben: Volle Noten-Deckung

Sparguthaben: Verleihbar (Fristigkeit)
2. Geldzufuhr: Zentralbank gibt Geld als ´Geschenk´ an den Staat;

Regel: Orientierung am (Potential)Wachstum, Unabhängigkeit von Kapitalmärkten, Geldmengenkontrolle, öffentliche Güter

Nun zum Inhaltsüberblick: Continue Reading

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Einen Eindruck bekommen wie Gott es sieht…

Posted on 16 Juli 2011 by Helge Seekamp

…dachte ich so, als ich diese Animation der Bewegungsprofile von iPhone-Usern vor Augen hatte… iPhone-Localisation

Wie unsere Städte als pulsierende Zentren von Menschen erfüllt sind, die geschäftig hin- und hereilen… Schon sehr cool.

 

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Der Blip: die kleinste Informationseinheit im Web 3.0

Posted on 05 November 2010 by Helge Seekamp

Eine interessante Zukunftsansage, die uns blüht… (Hier runterladen: Google Wave und das Web 3.0 — hasecke.com, Solingen (NRW))

Das Wesentliche von Wave ist vielleicht, dass mit dem Blip endlich die kleinste mögliche Informationseinheit im Internet gefunden wurde. Damit wird eine Atomisierung der Kommunikation möglich, die bisher nicht vorstellbar war. Alle Blips bewegen sich nämlich in einem Ort ohne Zentrum. Was im Twitterversum in Kurzform möglich ist, die technologische Egalisierung aller Kommunikationsteilnehmer, kann mit Wave auf das gesamte Web ausgedehnt werden. Die Verortung von Information in einer Domain, durch die die Metapher der Zeitschrift oder des Lexikons und die damit verbundenen Herrschaftsstrukturen (Redaktion, Herausgeber, Verleger) ins elektronische Kommunikationszeitalter hinübergerettet wurden, wird durch Wave beendet. Der Kommunikationsraum Wave ist ein anonymes Kontinuum ohne Zentrum.

Für die Abstimmungsprozesse der Zukunft wird es alles flüssiger und beteiligter werden. Damit wird die Basisdemokratie weiter gestärkt, die Möglichkeiten der Beteiligung weiter entwickelt und so gemeinsam gehandelt:

Der Schritt weiter zu Liquid Feedback, ist vielleicht technisch gar nicht einmal so groß, denn fehlende Funktionen lassen sich bekanntlich durch Roboter oder Erweiterungen jederzeit in Wave implementieren. Da es für basisdemokratische Konzepte wie Liquid Feedback und Liquid Democracy wesentlich ist, dass die technischen Einstiegshürden so niedrig wie möglich sind, bietet die Nutzung eines universellen Werkzeugs einige entscheidende Vorteile. Die Teilnehmer einer Continue Reading

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one laptop per child 2010 (update)

Posted on 21 Mai 2010 by Helge Seekamp

Nun geht es in eine neue Runde,

das Projekt von 2008 ist relativ still, aber geht doch weiter… Hier ein bewegendes Beispiel per Video:

Web: La Sierra from Web on Vimeo.

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Die multimediale Zukunft kommt um die Ecke

Posted on 18 März 2010 by Helge Seekamp

…mit den entsprechenen Divices, die sie locker, flüssig und bunt darstellen können, wie z.B. das iPad. Mal sehen, was wir in 1-5 Jahren zu sehen bekommen…

Hier bereitet sich schon mal ein Medienproduzent auf das neue iPad vor und wird seine Frauenzeitschrift digital aufbrezeln.

Hier ein Vorgeschmack:

VIV Mag Featurette: A Digital Magazine Motion Cover and Feature for the iPad from Alexx Henry on Vimeo.

Oder diese Konzeptstudie zeigt, wie in Zukunft bewegte Bilder mehr und mehr in unsere Plakat-Welt treten werden. Wie wird sich die Werbung von Christen zeigen?

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Zunkunft von Firmenentwicklung = Zukunft der christlichen Netzwerke?

Posted on 18 Januar 2010 by Helge Seekamp

Sehr interessante Zukunftsaussichten…

Wie entwickeln sich Firmen durch die Veränderungen des gesellschaftlichen Umfelds, hier besonders durch die Existenz des Internets.

Die sehr interessanten Beiträge des Blogs Netzwertig.com bringen auch hier weiter:

2 neue Arten von Unternehmen: Zentren und Satelliten

Ich habe besonders durch Haques Texten in den letzten Monaten viel über diese Thematik nachgedacht. Angestachelt von dem Gespräch mit Tapscott dachte ich die letzte Zeit noch stärker darüber nach.

Letztlich kam ich zu dem Schluss, dass Tapscott die richtige Beobachtung macht, aber die falschen Schlüsse daraus zieht. Kleine Unternehmen können bereits heute im Internet sehr viel mehr bewegen als es jemals möglich war. Trotzdem gibt es große Unternehmen, die eher wachsen als eingehen. Google und Amazon etwa. Auch Facebook wächst. Warum?

Ich denke, die Entwicklung direkt im Netz stattfindender und vom Internet betroffener Branchen geht für einen Großteil der Unternehmen in die folgende Richtung. Es werden sich 2 Arten von Unternehmen herausbilden, die weite Teile der Internetwirtschaft massgeblich bestimmen werden:

  1. Zentren: Unternehmen, die über angebotene Plattformen und APIs als Infrastrukturanbieter für die Geschäfte und Tätigkeiten von anderen Unternehmen dienen
  2. Satelliten: die ihre Geschäfte auf diesen Zentren aufbauen

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frech.kontrastreich.kunst.

Posted on 20 Oktober 2009 by Helge Seekamp

Was ist die Kunst in diesem Schimpfwort-Wettstreit? Es ist der Kontrast mit dem Hintergrund.

Idylle trifft Alltag. Weihnachtswerte treffen Straßenwerte. Die Überraschung ist perfekt. Perplex sieht der Zuschauer sich selbst (natürlich nicht jeder).

Auf jeden Fall ist der Schluss völlig überraschend noch eine Steigerung. Dazu die Gesichtsausdrücke der Tassen. Köstlich.

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CityPact – Christen in und für die Stadt

Posted on 20 Oktober 2009 by Helge Seekamp

Wie können Christen sich als übergemeindliche Bewegung sozial in die städtischen Kulturen einbringen?

Vision von CityPact - Christen für die Stadt

Vision von CityPact - Christen für die Stadt

Die Website von CityPact

Nun, es geht mit CityPact, einer socialWebsite in den USA. Dieses Modell bringt die Power des Internets auf die Straße einer realen Stadt. Wenn soziale Netzwerke sich erst finden, entwickeln sich auch gemeinsame Aktivitäten. Jedenfalls geht das leichter als ohne jeglichen Kontakt. Dabei ist es gut, wenn es nicht durch Ausschüsse strukturiert werden muss, sondern direkt sich Assiociationen bilden können…

Die Software dahinter ist eine Joomla-Componente: JomSocical

UpDTATE: Zur Zeit ist in Deutschland 2012 das Projekt Serve the City angelaufen, das als Aktionswoche diese Gedanken ins Freiwilligenengagement bringt.

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WEB 3.0? Wann kommt die Zukunft des Internets?

Posted on 04 Oktober 2009 by Helge Seekamp

Peter Kruse ist für mich einer der Vordenker, denen man sich wirklich anvertrauen kann, weil seine Denke transparent und gut abgestützt von interdisziplinärer Forschung Aussagen trifft. Dabei ist er als Psychologe und Neurowissenschaftler und zur Zeit auch als Unternehmensberater (mit systemischen Ansatz) kompetent genug,  Continue Reading

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Posted on 28 September 2009 by Helge Seekamp

Arbeit 2.0 ist ein Blog, der alles rund ums Urheberrecht im Blick auf die neue Arbeit der kreativen Klasse darstellt. Arbeit 2.0 ist als Subblog entstanden und ein Ableger eines Projektes von irights.info:

Die preisgekrönte Urheberrechtswebsite iRights.info und der Hartware MedienKunstVerein in Dortmund untersuchen im Laufe des Jahres 2008 das Verhältnis zwischen kreativer Arbeit, Urheberrecht und Technik. Ein Höhepunkt des Projekts wird eine Ausstellung in Dortmund im Sommer 2008.Musiker, Filmemacher, Journalisten, Programmierer und andere Kreative stehen im Spannungsfeld zwischen Harz IV und Web 2.0, zwischen einem urheberrechtlichen Anspruch auf angemessene Vergütung und Beschäftigungsverhältnissen, die zunehmend unsicherer werden. Für die, die ihr Geld nicht mehr mit fassbaren Produkten verdienen, sondern mit immateriellen Werken wie Texten, Filmen, Musik oder Software, rückt das Urheberrecht ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Die digitale Revolution führt zu neuen Chancen, aber auch zu Unsicherheit Continue Reading

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Über mich

Helge Seekamp ist mit 50% als Pfarrer in der ev.-ref. Kirchengemeinde St. Pauli (Lemgo) angestellt, mit weiteren 50% wirkt er als Geschäftsführer von http://www.endlich-leben.net seit 1994 (Gründungsmitglied) bei der Entstehung eines diakonischen Selbsthilfenetzwerks mit. Ehrenamtlich entwickelt er als Vorsitzender von ACC-Deutschland (Association of Christian Counsellors in Deutschland) www.acc-dachverband.de die Qualitätssicherung von BeraterInnen im Kontext der Deutschen Gesellschaft für Beratung weiter. Meine wissenschaftlichen Texte finden sich im Research-Network: Follow me on ResearchGate

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