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	<title>Coole Innovationen &#187; Volkskirche</title>
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	<description>Was gibt&#039;s Neues im sozialen Pluriversum?</description>
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		<title>Volx-Kirche für das 21. Jahrhundert?</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 17:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Volkskirche]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt viele neue Kirchenprojekte in der Republik. Darunter auch die Gemeindepflanzungen (als Zielgruppenkirchen) – und in Landeskirchen und Freikirchen unterschiedlichste Jugendkirchen. In der Regel sind solche Kirchen-Neu-Erfindungen vor allem Versuche der Enkulturation, aber nicht automatisch wirklich neu, was die klassischen Elemente einer &#8220;christlichen Kirche&#8221; angeht. Dabei wird oft übersehen, dass die Enkulturation nicht nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt viele neue Kirchenprojekte in der Republik. Darunter auch die <a title="Gemeindepflanzungen" href="http://www.a-m-d.de/gemeindepflanzen/grundinformationen/herausforderungen/zielgruppen/">Gemeindepflanzungen</a> (als Zielgruppenkirchen) – und in <a href="http://www.jugendkirchen.org">Landeskirchen</a> und <a href="http://www.jugendkirchen.de/?reloaded=true">Freikirchen</a> unterschiedlichste <a href="http://alt2.ejwue.de/jugendkirche/links/index.htm">Jugendkirchen</a>. In der Regel sind solche Kirchen-Neu-Erfindungen vor allem <strong>Versuche der Enkulturation</strong>, aber nicht automatisch wirklich neu, was die klassischen Elemente einer &#8220;christlichen Kirche&#8221; angeht. Dabei wird oft übersehen, dass die Enkulturation nicht nur in der Generation der Jugendlichen nötig ist. Dazu später mehr…<br />
So führt uns zum Beispiel der Link die <a title="http://volxkirche.de/" href="http://volxkirche.de/">Volxkirche</a> Berlin zur aktuell oder ehemals(?) so genannten  <a title="http://www.junge-kirche-berlin.de/" href="http://www.junge-kirche-berlin.de/">Junge Kirche Berlin</a>, einer Gemeindeneugründung unter dem Dach der Stadtmission Berlin. Sie ist für mich (auf den ersten Blick) eigentlich eine ganz traditionelle Kirche im Stil der Popkultur. Warum diese Kirche <strong>Volxkirche</strong> heißt, wird mir nicht ganz plausibel. Vielleicht, weil sie mit Luthers Worten &#8220;dem Volk aufs Maul schaut?&#8221;. Also <strong>Missionskirche</strong> oder <strong>Predigtkirche-im-Popgewand</strong> wäre plausibler für mich, weil sie in ihrem  Leitbild…<span id="more-407"></span></p>
<blockquote><p>Wir sind eine neue Gemeinde der Evangelischen Kirche unter der Trägerschaft der Berliner Stadtmission. Viele Menschen gehören zu uns und besuchen unsere Gottesdienste: junge Leute, Familien mit Kindern, Studenten, Schüler, Arbeitslose, unkirchliche und kirchliche Menschen.</p>
<p>Es gibt viele Möglichkeiten, neue Leute kennen zu lernen, sich für etwas Gutes zu engagieren, Gott und das Leben zu feiern: Gottesdienste, kreative Gruppen wie z.B. unser Internet-Team, Multimedia-Ressort, Bandarbeit, Bistro-Team, Kleingruppen, usw.</p>
<p>Wir nennen uns Junge Kirche, nicht weil unsere Gemeinde nur aus jungen Leuten besteht, sondern weil unser Glaube und der Stil unserer Kirche jung ist.</p>
<p>Wir glauben und erleben, dass Gott real ist, eine großartige begeisternde Macht der Liebe.</p>
<p>Er macht unser Leben wertvoll und sinnvoll.</p>
<p>Wir machen die Erfahrung, dass ein Leben mit Jesus Christus unglaubliche Kräfte freisetzt für Sinn, Geborgenheit, Güte und Kreativität.</p></blockquote>
<p>…vor allem eine Leidenschaft für Noch-Nichtchristen erkennen lässt. Dabei ist ihr (alter?) Name &#8220;Junge Kirche Berlin&#8221; hier erwähnt, Volxkirche kommt nicht vor… Zugleich muss der Name sich von einer Interpretation auf &#8220;Jugendkirche&#8221; abgrenzen, was für das Marketing schwierig ist.</p>
<p>• <strong>Traditioniell</strong> freikirchlich ist die Form der Leitung durch die &#8220;Gründer&#8221;, die sich durch Nachwahl weitere &#8220;Älteste&#8221; berufen (mit dem Einstimmigkeitsprinzip). Diese Kirche existiert erst knapp 10 Jahre, so dass sie wohl noch – soziologisch gesehen – voll in der <strong>Pionierphase</strong> sind.<br />
Ihre Stärke wird sicherlich die persönliche Gemeinschaft (Community) sein, wo junge Familien mit ihren Kindern einen geschützten Rahmen bekommen. Ihre Größe erscheint mir noch in &#8220;Klangröße&#8221;, also gut in einem System überschaubar zu sein. Der Webauftritt ist ziemlich normal, mit einige guten (aber nicht innovativen) Ideen, z.B. die Ressorts durch Videos vorzustellen. Visuell marketingmäßig ist da &#8211; nach meinem Geschmack &#8211; nicht so viel Explosivkraft drin. Ihr Design ist auch ohne Corporate-Feeling – leider. Diese Chance haben sie vertan. Vielleicht ist aber das Bekenntnis zum Normalen auch ein Ausdruck ihrer speziellen Millieuverhaftung (<a href="http://www.erzbistum-koeln.de/seelsorgebereiche/wir_fuer_sie/fachbereich_pastoral/konzeptenwicklung/sinus_milieu_studie/sinus_milieus_deutschland.html">Sinus-Millieu: Bürgerliche Mitte und einige Experimentalisten?).</a> Die Coolen Hedonisten sind zumindest nach dem Bericht in ihrer Gemeindepublikation INFOMAT, 1&gt;/2009&lt; (Bericht eines Coolen Partyhoppers) beeindruckt.</p>
<p>Die konzeptionelle Stärke von Volkskirche (der Anspruch, eine Kirche für das Volks zu sein, wie es in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderst formuliert wurde) wird durch Zielgruppenkirchen natürlich noch nicht erfasst. Im Gegenteil, das wird eine Menge VOLK ausgeschlossen. Das ist in einer spezialisierten und ausdifferenzierten Volkskultur nicht anders zu erwarten.</p>
<h2>Unter welchem Gesichtspunkt könnte der Begriff Volkskirche heute wirklich neue Plausibilität bekommen?</h2>
<p>Ich glaube, dass die reformatorische Idee, dass das Priestertum aller Glaubenden zur Kernidentität von christlicher Kirche gehört, neu im 21. Jahrhundert entdeckt werden kann.</p>
<p>Dazu gehören dann aber Grundsatzfragen wie…</p>
<ul>
<li>Wie wird die Struktur von Kirche die Kraft des Volkes durch Beteiligungsstrukturen bilden?</li>
<li>Wie kann eine Gottesdienstkultur vom Volk gestaltet werden? (Nicht-Monologische, sondern plurilogische Gottesdienste)?</li>
<li>Wie kann die Millieuverengung strukturell immer wieder aufgebrochen werden? ( &#8211; es sei denn, es ist gewollt, das Volkskirche  sich heute immer innerhalb von Millieugrenzen ereignet- aber wie wird dann die ökumenische Verbundenheit gelebt?)</li>
<li>Wie wird eine Informationsvermittlung vom Volk &#8211; statt TOP-DOWN funktioneren (Web2.0?)</li>
<li>Wie werden Schulungsangebote dem Lernen im 21. Jahrhundert entsprechen (Vernetzung der Wissensnetzwerke)?</li>
<li>Wie wird systemisch die Parochie als Eingrenzung überwunden, indem Netzwerkstrukturen erfunden und für das Volk nutzbar gemacht werden?</li>
<li>Wie wird Volksmusik gefunden (hier ist die Vielfalt der Popkultur sicher in der Berliner Volxkirche schon eine starke Aussage</li>
<li>Wie kann die missionarisch-diakonische Dimension herausgearbeitet werden (Volksküche z.B.)?</li>
</ul>
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		<title>Volkskirche bleiben und Spiritualität vertiefen – wie geht denn das?</title>
		<link>http://www.blog.seekamp-seekamp.com/volkskirche-bleiben-und-spiritualitat-vertiefen-%e2%80%93-wie-geht-denn-das/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 16:51:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
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		<category><![CDATA[rezension]]></category>
		<category><![CDATA[theologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[Volkskirche]]></category>
		<category><![CDATA[web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Zellen]]></category>

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		<description><![CDATA[Anregungen zur spirituellen Dimension aus:
»Beziehungsweise Leben, hg: Daniel Enis &#38; Björn Wagner, Inspirationen zum Leben und Handeln im Einklang mit Gott und Menschen, 2009, francke-verlag. (S. 152-161)
Seit der Konstantinischen Wende lebte immer die Spannung in der Großkirche zwischen:
Breite Masse und spirituellen, vertiefenden Minderheitsbemühungen
Volkskirche – Mönchstum
Lösungsversuche in der ev. Tradition: Das Pfarrhaus als neues Angebot eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anregungen zur spirituellen Dimension aus:<br />
<a href="http://danielehniss.de/2009/04/01/beziehungsweise-leben/">»Beziehungsweise Leben</a>, hg: Daniel Enis &amp; Björn Wagner, Inspirationen zum Leben und Handeln im Einklang mit Gott und Menschen, 2009, <a href="http://www.francke-buch.de/">francke-verlag</a>. (S. 152-161)</p>
<p>Seit der Konstantinischen Wende lebte immer die Spannung in der Großkirche zwischen:<br />
<strong>Breite Masse</strong> und spirituellen, vertiefenden <strong>Minderheitsbemühungen<br />
Volkskirche – Mönchstum</strong></p>
<p><strong></strong>Lösungsversuche in der ev. Tradition: Das Pfarrhaus als neues Angebot eine Rollendefinition für Menschen mit spiritueller Sehnsucht nach mehr… Diese Lösung funktioniert heute so nicht mehr, was aber dann?</p>
<p><span id="more-219"></span></p>
<p>»Egal ob Orden, Pfarrhäuser oder andere Gemeinschaften. Dass eine ganze Gemeinde mit all ihren volkskirchlichen Mitgliedern ein intensives geistliches Leben entwickelt, ist ja vermutlich erst im Himmel zu erwarten – wenn überhaupt. Für die Erneuerung der Mainstream-Kirchen sind darum leicht zugängliche geistliche Gemeinschaften in ihrer Mitte von zentraler Bedeutung.  Um lebendig zu bleiben, brauchen Gemeinschaften Raum für unterschiedliche geistliche Geschwindigkeiten und Intensitäten. Eine nach unten gerichtete Angleichung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner wäre tödlich. Deshalb sind volkskirchliche Ortsgemeinden auf geistliche Zentren in ihrer Mitte angewiesen, deren Ausstrahlung bis an die Ränder und darüber hinaus reicht.» S. 154</p>
<p><span style="font-size: 14pt;"><strong>Wie geht das?</strong></span></p>
<p>Antwort: 6 Kennzeichen solcher geistlichen Kerne (die wissenssoziologisch gesprochen gemeinsam abweichende Wissensvorräte pflegen und doch zugleich mit der Mehrheit kommunizieren):</p>
<ol style="list-style-type: decimal">
<li><strong>gemeinsamer geistlicher Lebensstil:</strong> (sehr coole Beschreibung folgt)…»die eigentliche Arbeit besteht in der Auswahl, Kombination und Anpassung vorhandener (spiritueller) Möglichkeiten»… damit ein eigenständiger Remix ensteht, »bei dem die Anschlussfähigkeit für die Menschen des jeweiligen Ortes zum wichtigsten Kriterium werden kann.» Walter Faerber denkt an Kindergottesdienst- und Konfirmandenerfahrungen, sieht aber das Fehlen von erwachsenen Modellen als Pionieraufgabe… AUFGABE: finde gemeinsame Formen geistlicher Praxis (Andachten, Gebetszeiten).154f</li>
<li><strong>Dichtes Kommunikationsnetz</strong>: Ich denke aus wissenssoziologischer Perspektive betont Faerber darum zurecht: „Der Aufbau einer neuen Gemeinschaft vollzieht sich vor allem durch gemeinsame <em>Gedankenarbeit</em>» 156»Ein entscheidender Faktor dafür ist die Geschwindigkeit, mit der Gedanken unter den Mitgliedern der Gemeinschaft zirkulieren können.» Im Web2.0-Zeitalter mit asynchronen Beteiligungsmöglichkeiten sind neue Formen, die zu den bekannten hinzutreten können. <em>Kotenpunkte</em> sind für Netzwerk wichtig: wo »regelmäßige, verlässliche Kontaktaufnahme zum Netzwerk möglich ist» S. 157 (Pfarrhäuser könnten hier heute überfordert sein, aber möglich).</li>
<li><strong>Gemeinsame Theologie:</strong> » Theologie besteht ja nicht in der mantrahaften Wiederholung vertrauter Lehrsätze, sondern in der Suche nach der Handschrift des lebendigen Gottes mitten in der bunten Vielfalt der Wirklichkeit. Theologie ist Expedition ins Unbekannte. … Ziel ist aber eine Gemeindetheologie, die es menschen ermöglicht, die Zusammenhänge ihrer Lebenswirklichkeit vom Evangelium her einzuordnen und zu beeinflussen.» 158 (Perspektive: neue Bildungslust, Pioniere des Denkens auch für die Welt).</li>
<li><strong>Eine belastbare Beziehungskultur: </strong>…die Entwicklung von geringer Neurotizität geprägter Umgangsstile als bewusstes Ziel… Mein Kommentar: <a href="http://www.endlich-leben.net">Endlich-Leben-Gruppen</a> werden da unterstützend wirken.</li>
<li>gemeinsame Produktion: alle geistlichen Gemeinschaften der Geschichte (Klöster) hatten eminenten Einfluss als Modellwerkstätten… »Die Schaffung echter Arbeitsplätze könnte dazu führen, dass Gemeinden auf neue Weise ernst genommen würden.» Mit Haendeler stößt er ins gleiche Horn: Christen haben gerade für die neuen Netzwerkkulturen eine Ethik einzubringen, die materiell positive Effekte auslösen würde <strong>(Modelle kann er nicht nennen</strong>…)</li>
<li>Gemeinsamer Dienst in der Kirche: …mit missionaler Präsenz in der Umgebung (enkulturierte Aktivitäten).</li>
</ol>
<p>Hier diskutiert er die Spannungsfelder, die bleiben werden:<br />
- kirchliches Binnenmillieu (mit wenig ausgeprägter Spiritualität) – kleine spirituell aktive Gruppen<br />
Er fordert ein »faires Miteinander» der beiden Welten:<br />
»Es muss immer wieder ausgehandelt werden, was die geistliche Zelle für die Ortsgemeinde leistet und was nicht.»<br />
Geistliche Gemeinschaften müssen die »unterschiedlichen geistlichen Geschwindigkeiten» akzeptieren (keinen gesetzlichen Druck ausüben)<br />
Rolle des Pastors: Vermittlung zwischen beiden Welten</p>
<p><span style="font-size: 14pt;"><strong>Wie entstehen solche Zellen?</strong></span></p>
<ul style="list-style-type: disc">
<li>Gemeinde <strong>fördern</strong> die Gründung</li>
<li>Gemeinden <strong>adoptieren</strong> vorhandene Bewegungen</li>
</ul>
<p>Wichtig: klare Verträge zu gegenseitigen Rollen, Pflichten, Erwartungen…</p>
<p><strong>Zukunftsmusik</strong>: Wenn – nicht nur aus finanziellen Gründen– das flächendeckende System einmal aufgegeben würde, können geistliche Gemeinschaften neu in die leeren Gebäude (Kirchen, Pfarrhäuser) mit geistlichem Leben einziehen…</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;<br />
<em>Mein Kommentar aus Lemgoer Perspektive dazu:</em><br />
Ich stimme dem Autor zu. Die Stärke seines Vorschlags ist es, die volkskirchliche Situation ernst zu nehmen und nicht der Versuchung der unkritischen Übernahme von freikirchlichen Modellen (»wissenssoziologische Sektenmodelle») zu verfallen. Und zugleich die Realität einer über 1200jährigen Spannung in unserem Kontinent ernst zu nehmen und dennoch eine zeitgemäße Lösung zu suchen:</p>
<p>Wir haben in Lüerdissen eine recht junge Dorfkirche (70ger Jahre), die sich als geistliches Zentrum eignet, aber nicht als kirchliches Zentrum im klassischen Sinne (einer Betreuungsgemeinde).<br />
Hier sollten wir mit diesem Paradigma experimentieren:  <em>geistliche Gemeinschaft</em>, die in Volkskirche ein relativ (vertraglich klar definierter) <em>selbständiger</em> Faktor ist und doch <em>innerhalb der Kirche</em> eine dienende Funktion (in Teilbereichen) einnimmt.</p>
<p>Für die Entwicklung einer konkreten Praxis ist noch einiges an Denkarbeit nötig…</p>
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