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Zunkunft von Firmenentwicklung = Zukunft der christlichen Netzwerke?

Posted on 18 Januar 2010 by Helge Seekamp

Sehr interessante Zukunftsaussichten…

Wie entwickeln sich Firmen durch die Veränderungen des gesellschaftlichen Umfelds, hier besonders durch die Existenz des Internets.

Die sehr interessanten Beiträge des Blogs Netzwertig.com bringen auch hier weiter:

2 neue Arten von Unternehmen: Zentren und Satelliten

Ich habe besonders durch Haques Texten in den letzten Monaten viel über diese Thematik nachgedacht. Angestachelt von dem Gespräch mit Tapscott dachte ich die letzte Zeit noch stärker darüber nach.

Letztlich kam ich zu dem Schluss, dass Tapscott die richtige Beobachtung macht, aber die falschen Schlüsse daraus zieht. Kleine Unternehmen können bereits heute im Internet sehr viel mehr bewegen als es jemals möglich war. Trotzdem gibt es große Unternehmen, die eher wachsen als eingehen. Google und Amazon etwa. Auch Facebook wächst. Warum?

Ich denke, die Entwicklung direkt im Netz stattfindender und vom Internet betroffener Branchen geht für einen Großteil der Unternehmen in die folgende Richtung. Es werden sich 2 Arten von Unternehmen herausbilden, die weite Teile der Internetwirtschaft massgeblich bestimmen werden:

  1. Zentren: Unternehmen, die über angebotene Plattformen und APIs als Infrastrukturanbieter für die Geschäfte und Tätigkeiten von anderen Unternehmen dienen
  2. Satelliten: die ihre Geschäfte auf diesen Zentren aufbauen

Für das Endlich-Leben-Netzwerk stellen sich da einige Fragen zur Funktion, bzw. Aufgaben in der christlichen Anbieterszene. Dabei müsste ich noch klarer herausfinden, was für eine Art von Netzwerk das eigentlich ist, vgl. Kommentar 11 von Christoph hier:

Somit ist das Stalliten/Zentren Phänomen vielleicht eher das einer jungen Internet-Branche und nicht das einer Internet-Ökonomie generell.

Und schliesslich noch ein weiterer Gedanke. Über Michael Hutters “Neue Medienökonomie” bin ich auf die “Power Law” Verteilung und Nabennetzwerke gestossen. Da bewegen wir uns jetzt wieder woanders, nämlich in der Netzwerkforschung. Hier wird ein ganz ähnlich Phänomen beschrieben, nämlich das s.g. Nabennetzwerke gibt. Hier gibt es, ganz ähnlich zu deinem Ansatz kein homoegenes Netzwerk in der jeder Netzwerkknoten die gleiche Wertigkeit hat, sondern es gibt Zentren/Drehkreuze. Aus dieser Netzwerkeigenschaft ergibt sich dann die Power Law Verteilung. Ein Blick in dieser Richtung lohnt sich bestimmt auch.

Warum muss jedes christliche überregionale Netzwerk wieder eine eigene Serverstruktur und Websitetechnologie erfinden?

Könnten wir nicht kooperieren, um am Ende alle miteinander besser vernetzt zu arbeiten. Ist JESUS.DE diese NARBE, bzw. ZENTRUM? Das sollte ich mal ausloten, oder?

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Über mich

Helge Seekamp ist mit 50% als Pfarrer in der ev.-ref. Kirchengemeinde St. Pauli (Lemgo) angestellt, mit weiteren 50% wirkt er als Geschäftsführer von http://www.endlich-leben.net seit 1994 (Gründungsmitglied) bei der Entstehung eines diakonischen Selbsthilfenetzwerks mit. Ehrenamtlich entwickelt er als Vorsitzender von ACC-Deutschland (Association of Christian Counsellors in Deutschland) www.acc-dachverband.de die Qualitätssicherung von BeraterInnen im Kontext der Deutschen Gesellschaft für Beratung weiter. Meine wissenschaftlichen Texte finden sich im Research-Network: Follow me on ResearchGate

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